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Echtzeit-Ortung für transparente Prozesse |
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Das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistiksystemplanung und Informationssysteme (ALI), Cottbus, und die Ortrander Eisenhütte GmbH mit Sitz im brandenburgischen Ortrand haben ein Forschungsprojekt für ein RFID-basiertes Informationsmanagement bei Produktionsprozessen in rauen Industrieumgebungen aufgelegt. Besonderheit: Material- und Informationsflüsse erfolgen in Kombination mit intelligenter Gabelstaplerortung auf Basis einer Lösung der Ubisense AG, Dortmund, Anbieter von Echtzeit-Ortungssystemen (RTLS für Real-time Location System) im Frequenzbereich des Ultrabreitbandes (UWB).
Ziel des Projektes, das sich gegenwärtig in der Integrationsphase befindet, ist es, neben transparenter Behälterverfolgung und Stellplatzerfassung die Durchlaufzeiten der Aufträge zu reduzieren und die Bestandsmengen auszuweisen. "Die Grundkonzeption beinhaltet eine RFID-Behälterkennung, über die automatisch erfasst werden kann, WAS transportiert wird", fasst Jens Trebus zusammen, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer ALI das Projekt begleitet. "WO die Behälter abgestellt werden, soll mit einer Staplerortung ermittelt werden." Den Zuschlag dafür erhielt das UWB-Echtzeit-Ortungssystem der Ubisense AG. "Herkömmliche WLAN-Modelle scheiterten an der Metallreflexion", erläutert Trebus. "Alternativen, die etwa im Fußboden verlegt werden, waren zu aufwendig und zu unflexibel für künftig eventuell veränderte Lagerzonen. Das Ubisense-System im Frequenzbereich des Ultrabreitbandes bietet Lösungen, die mit anderen Systemen nicht möglich wären."
Das Ubisense-System besteht aus aktiven, batteriebetriebenen Tags, Sensoren und einer speziellen Software. Bei Ortrander sind die aktiven, batteriebetriebenen Tags auf dem Dach von eingesetzten Gabelstaplern angebracht. Sie erzeugen UWB-Impulse, die von Sensoren unter der Hallendecke erfasst und als Ortungssignale ausgewertet werden. Das erfolgt zuverlässig und mit hoher Genauigkeit bis auf 15 Zentimeter auch im Umfeld von Flüssigkeiten und Metallen. Bei Ortrander sind die Behälter mit RFID-Chips gekennzeichnet. Ihre Lagerung erfolgt chaotisch in einem Bodenblocklager. Alle Transporte zwischen Produktion, Lager und Bearbeitungsstationen erfolgen mit Staplern. Sobald ein Gabelstapler einen Transportbehälter aufnimmt, wird der Behälter-Chip über kurze Distanz von einer RFID-Antenne am Stapler identifiziert. Auf diese Weise sind Behälter und Auftrag miteinander verknüpft. Zudem sind die Staplergabeln mit einer speziellen Waage ausgestattet. Auf diese Weise können Sensoren das Gewicht der Behälter ohne zusätzliche Fahrwege ermitteln. Sowie die Staplerwaage dabei mehr als das Behälter-Leergewicht aufnimmt, wird der mit dem Ortungssystem von Ubisense aktuell geortete Standort des Staplers erfasst und in der IT hinterlegt. Damit sind sowohl die Auftrags- und Behälterinformationen als auch der Standort des Behälters in der IT verknüpft. Dies erfolgt bei jeder relevanten Behälterbewegung.
"In dieser Kombination ist das Ortungssystem von Ubisense die optimale Komponente, um unsere Systemanforderungen hinsichtlich Transparenz und Behältermanagement zu erfüllen", resümiert Eisenhütten-Geschäftsführer Williams-Boock. "Wir haben einen deutlich schnelleren Zugriff auf die gesuchten Auftragspositionen und können kurzfristig Statusabfragen zum aktuellen Bearbeitungsstand von Aufträgen beantworten."
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