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Dynamische Entwicklung des Industrieparks Höchst geht weiter |
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Der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel hat diese Woche das Neue Logistik Center im Industriepark Höchst offiziell in Betrieb genommen. Gemeinsam mit Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst, und Alois Strott, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Logistics, gab Minister Rhiel den symbolischen Startschuss für den Betrieb der 44 Millionen Euro teuren Logistik-Einrichtung.
Im Beisein von rund 250 Gästen wurden die ersten Paletten eingelagert. Mit rund 70.000 Palettenlagerplätzen ist das neue Logistik Center im Industriepark Höchst das größte Lager für chemische Produkte in Hessen. "Das neue Logistik Center nimmt in der Reihe der Großprojekte, die hier am Standort realisiert werden, zweifellos einen besonderen Stellenwert ein", sagte Dr. Alois Rhiel. "Diese beeindruckende Einrichtung ist ein weiterer Beleg für die dynamische Entwicklung des Industrieparks Höchst, der für Hessen und die Rhein-Main-Region von großer Bedeutung ist. Daher gratuliere ich Ihnen im Namen der Hessischen Landesregierung zu diesem großartigen Projekt."
240.000 Kubikmeter umbauter Raum, 5000 Tonnen Stahl
Projektleiter Roger Schwarz, Mitarbeiter des Geschäftsfeldes Facilities von Infraserv Höchst, stellte im Rahmen der Inbetriebnahmefeier die technischen Details der neuen Einrichtung vor. Die beiden Lagerblöcke sind jeweils 135 Meter lang, 40 Meter hoch und 45 Meter breit. Das umbaute Volumen beläuft sich auf 240.000 Kubikmeter. Insgesamt wurden beim Bau des Neuen Logistik Centers, an dem über 50 Firmen beteiligt waren, 5000 Tonnen Stahl verbaut – 1000 Tonnen mehr als beim Bau des Eiffelturms.
Die Gebäude, die im südlichen Teil des Industrieparks unweit der Mittelbrücke entstanden sind, wirken aufgrund der Dimensionen zwar imposant, sind jedoch bautechnisch eher unspektakulär. Die stählernen Lagerregale, auf denen auch die Dachkonstruktion ruht, wurden auf einer 50 Zentimeter tiefen Betonwanne errichtet, in der im Brandfall das Löschwasser aufgefangen werden kann. Genau genommen hat das Hochregallager keine Wände – die Trapezelemente, aus denen die Fassade besteht, wurden nur an der stabilen Regalkonstruktion befestigt.
Die technische Raffinesse des Neuen Logistik Centers besteht nicht im eigentlichen Gebäude, sondern in der Fördertechnik. Denn das neue Hochregallager ist hochintelligent, hier kommt modernste Technologie zum Einsatz: Die auf 17 Lagerebenen angeordneten Palettenlagerplätze sind mit insgesamt 12 Regalbediengeräten erreichbar, die vollautomatisch die gewünschten Paletten erkennen und zu der Warenumschlaghalle bringen beziehungsweise dort ankommende Waren in das Lager transportieren und automatisch dem richtigen Lagerplatz zuordnen. Dieser hohe Automatisierungsgrad garantiert eine deutlich höhere Umschlagkapazität. Die Umschlagmenge wird sich pro Stunde auf 150 Paletten im Wareneingang und 200 Paletten im Warenausgang belaufen.
Verbunden sind die beiden Hochregalläger über eine zweigeschossige Warenumschlaghalle, die 118 Meter lang und 45 Meter breit ist. Für Warenein- und –ausgang stehen hier 16 Tore zur Heckbe- und -entladung sowie vier Tore zur Seitenbe- und -entladung zur Verfügung. Auch die Konfektionierung und die Kommissionierung der Waren werden in diesem Gebäude vorgenommen. Insgesamt werden im NLC rund 70 Mitarbeiter beschäftigt, gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb zwischen 6 bis 22 Uhr.
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