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Stute implementiert neue Lagersoftware bei laufendem Betrieb
Aufgrund ständigen Mengenwachstums und steigenden Anforderungen an die Lagerverwaltungssoftware hat der Dienstleister Stute Verkehrs-GmbH (Bremen) das für den Motorenhersteller Deutz AG(Köln) betriebene Logistikzentrum langfristig zukunftssicher gemacht und auf best practice-Kurs gebracht. Die generalstabsmäßige Implementierung eines neuen Lagerverwaltungssystems zog sich über insgesamt 15 Monate hin und wurde ohne Performancebeeinträchtigungen während des laufenden Betriebs durchgeführt.

"Im ersten Jahr wurden in Köln 130.000 Motoren jährlich gefertigt, gelagert und versendet", blickt Stute-Niederlassungsleiter Ralf Danielzig zurück. "Heute müssen wir 300.000 Motoren, also mehr als die doppelte Menge, bewältigen." Das blieb nicht ohne Auswirkungen auf das Lagerverwaltungssystem (LVS), das immer wieder an neue Prozesse und Abläufe angepasst werden musste. "Diese Software - Herzstück der Teileverwaltung und Prozessabbildung sowie notwendige Verbindung zwischen den einzelnen Lagerbereichen - war speziell für die Deutz-Anforderungen konzipiert worden", erklärt Ralf Danielzig. Mit dem Wachstum kamen die Anpassungen – und mit jeder Anpassung ein kleiner Verlust der ursprünglichen Flexibilität. "Das LVS war ein Maßanzug, der im Laufe der Jahre immer wieder verlängert und gestreckt wurde, bis er nicht mehr richtig passte, weil der Anzugträger mittlerweile einfach zu groß geworden war."

Hinzu kam, dass die Anpassungen an neue Prozesse immer mit viel Aufwand und mit Risiken verbunden waren. Dies sollte ein Ende haben. Im vergangenen Jahr beschloss Stute, eine neue Software zu implementieren. Das neue LVS sollte bedienungsfreundlicher sein und die Prozesse besser und sicherer abbilden als zuvor. "Es handelt sich um eine Investition in Prozess-Sicherheit und in mehr Qualität", begründet Ralf Danielzig das Projekt. Im Rahmen einer Ausschreibung entschieden die Stute-Experten sich für das Basisprodukt inconso wms. "Neben den umfangreichen Funktionalitäten des inconso-Systems zur Unterstützung unserer internen Prozesse war vor allem die Kompetenz des uns vorgestellten Projektteams vergaberelevant", begründet der verantwortliche Bereichsleiter Andreas Tietgen.

Anders als bei einem sanften Betriebsanlauf "auf der grünen Wiese" mussten die STUTE-Logistiker hier erstmals während des laufenden Betriebs eine Lagersoftware implementieren. "Das abrupte Hochfahren einer neuen Lagersoftware stellt erhebliche Anforderungen an die IT-Kompetenz eines Logistikdienstleisters. Das ist vergleichbar mit einer Operation am offenen Herzen. Allein die Anpassungsprogrammierungen dauerten ein halbes Jahr. Wir haben in drei Stufen zunächst einfache Prozesstests, dann integrative Tests und schließlich Tests unter Last absolviert", verdeutlicht Ralf Danielzig das Vorgehen. Der Kunde Deutz war während des gesamten Prozesses über alle Schritte informiert und in sämtliche Entscheidungen eingebunden.

Die Implementierung des neuen Lagerverwaltungssystems wurde begleitet durch ein parallel durchgeführtes Schulungsprogramm, denn die deutlich in Richtung Qualitätssicherung veränderten Prozesse erforderten von allen Mitarbeitern ein Umdenken. "Man kann durchaus von einem Kulturwechsel sprechen, den wir natürlich begleiten mussten", so Ralf Danielzig.

Um das Hochfahren des neuen LVS an einem einzigen Wochenende störungsfrei managen zu können, entwickelten die Stute-Projektmanager einen detaillierten Masterplan mit rund 500 notwendigen und aufeinander abgestimmten Prozessschritten. Nur wenn ein Prozess störungsfrei funktionierte, wurde der nächste aufgerufen. Dank dieses Plans konnte die Einführung des Lagerverwaltungssystems generalstabsmäßig über die Bühne gehen. Nur drei Wochen nach dem Hochfahren waren auch die letzten Unsicherheiten, die einen derartigren Prozess immer begleiten, beseitigt.
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Branchenbuch: Stute Verkehrs-GmbH
Datum: 15.08.2008
Quelle: Stute Verkehrs-GmbH
Redakteur: ke
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