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Papiernachschub gesichert: LFS 400 in 10 Antalis-Lagern integriert
Mehr als 200.000 Tonnen Papier in über 200 verschiedenen Qualitäten verkauft der Papiergroßhändler Antalis GmbH jährlich. Für die optimale Lagerung der Ware sorgt LFS 400. Die Lager von zehn der 13 deutschen Unternehmensstandorte sind mit der Lagerführungssoftware von Ehrhardt + Partner ausgestattet.

In Deutschland hat Antalis - Tochterfirma des französischen Papiergroßhändlers Antalis International - ihren Hauptsitz in Frechen bei Köln. Das Unternehmen versorgt seine Kunden jährlich mit über 200.000 Tonnen Papier. Seine Ware lagert der Papierhändler in Deutschland an 13 Standorten mit einer Gesamtlagerkapazität von 89.000 Palettenplätzen. Das größte und neueste Antalis-Lager befindet sich in Frechen bei Köln. In dem Anfang 2007 eingeweihten 20.000 m2 großen Zentrallager und Logistikcenter lagert Antalis 4.000 Artikel. Für die Lagerung stehen 32.000 Lagerplätze im Hochregal- bzw. Kommissionierlager sowie im Blocklager zur Verfügung. Einen Teil seiner Ware bevorratet Antalis darüber hinaus in vollautomatischen Verschieberegalen, die jeweils mit einem Gewicht von bis zu 300 Tonnen belastbar sind.

Die insgesamt 50 Lagermitarbeiter in Frechen sorgen täglich – mit Unterstützung von LFS 400 – für die Umsetzung von 350 bis 400 Tonnen Material. Der zentrale Rechner für alle deutschen Lagerstandorte ist in Frechen untergebracht. LFS 400 steuert von dort aus mit nur einer Softwareinstallation via Standleitung sämtliche Lagerprozesse an allen Lagerstandorten in Deutschland. Der erste Standort, an dem die Experten von Ehrhardt + Partner LFS 400 implementierten, ist die zweitgrößte Niederlassung des Papiergroßhändlers in Fellbach bei Stuttgart. In allen weiteren Niederlassungen nahmen die Antalis-IT-Mitarbeiter das E+P-Lagerführungssystem im Rahmen eines Roll-outs selbst in Betrieb.

Aufgabenstellung
Ziel des umfangreichen E+P-Lagermodernisierungsprojektes bei der Antalis GmbH war die Optimierung und Beschleunigung der Lagerprozesse. Sämtliche Vorgänge in den Antalis-Lagern – vom Warenein- bis hin zum Warenausgang – liefen vor der Implementierung von LFS 400 ausschließlich mit Hilfe manuell gepflegter Listen ab. Insbesondere im Bereich der Artikelkommissionierung kam es vor dem Einsatz der neuen Lagerführungssoftware zu ungenauen Warenentnahmen, da eine Kontrolle der noch vorhandenen Restbestände direkt am Kommissionierplatz nicht möglich war. "Ein zentrales Ziel der Integration von LFS 400 war es deshalb, die Fehlerquellen im Rahmen des Kommissioniervorgangs erheblich zu reduzieren. Dazu gehörte auch die Einführung der MDE-gestützten Artikelkommissionierung", berichtet Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter der Warehouse-Experten-Gruppe E+P.

Kommissionierung offener Riese, Schneiden und Umpacken
Die Mengeneinheit Ries bezeichnet in der Papierindustrie eine variable Menge von Formatpapieren, die in einem Einschlagpapier verpackt sind. Vor der Umstellung auf LFS 400 wurden bei Antalis die offenen Verpackungseinheiten der hochwertigen Papiere auf der entsprechenden Kommissionierpalette gelagert. Bestellte früher bspw. eine Druckerei kleinere Einheiten oder einzelne Blätter, dann kommissionierten die Mitarbeiter die losen Blätter direkt am Kommissionierplatz aus einem offenen Ries. Nachteil dieser Lösung war neben der schnellen Verschmutzung der offenen Verpackungseinheiten vor allem auch die Beschädigung des Materials durch das ständige Umlagern. Einhergehend mit der LFS 400-Einführung wurde an allen Antalis-Lagerstandorten mit Einzelblattkommissionierung ein zentraler Lagerort für offene Riese eingeführt. Bestellt ein Kunde heute Papiermengen in kleineren Formaten, lagert LFS 400 das notwendige Rohmaterial – dabei kann es sich um kleinere Mengeneinheiten, aber auch um ganze Paletten handeln – an den Schneideplatz und/oder den Umpackplatz aus. Nach dem Zuschnitt und dem Umpacken des konfektionierten Materials wird die Ware automatisch von LFS 400 an die Bereitstellflächen weitergeleitet. Das Lagerführungssystem steuert darüber hinaus auch den Nachschub für die Lagerorte mit offenen Riesen. Offene Riese werden daher heute schonender behandelt und nicht durch die Kommissionierung der geschlossenen Riese belastet.

Minimierte Fehlkommissionierung
Täglich liefern die Antalis-Mitarbeiter mehr als 1.500 Papierbestellungen an ihre Kunden aus. Der Papiergroßhändler bevorratet in seinen Lagern Office-Papiere in den Formaten A4 und A3 sowie Bogenware in vielfältigen Qualitäten und Formaten für Druckereien. Die Ware ist in Papier abgepackt – sprich geriest – oder lose auf bis zu zwei Meter hohen Paletten verstaut. Darüber hinaus bietet Antalis seinen Kunden Plotterpapier auf der Rolle. Durch die Zusammenstellung der Artikel mittels Kommissionierlisten kam es früher zwangsläufig zu Fehlern und damit zu Folgekosten. LFS 400 erfasst und prüft deshalb unmittelbar nach jedem Pickvorgang die Restmengen auf dem jeweiligen Lagerplatz. Stellt das System Abweichungen fest, kommt es zur erneuten Prüfung von Ware und Platz. "LFS 400 sorgt für eine permanente Inventur und Kontrolle in unseren Lagern. Die Zahl der Fehlkommissionierungen wurde auf diese Weise minimiert. Gleichzeitig steigerten wir unsere Produktivität deutlich", freut sich Laurent Bosmans, Logistik Director der Antalis GmbH.

Eine weitere Besonderheit während der Kommissionierung ist die Pyramidenbildung auf der Palette. LFS 400 prüft in erster Linie die Papiergrößen und sorgt dementsprechend für eine Sortierung der zu kommissionierenden Artikel nach Formaten. Gleichzeitig findet eine qualitätsbezogene Zusammenstellung der verschiedenen Papiere statt – Beschädigungen an der Ware werden auf diese Weise vermieden. Darüber hinaus sorgt die flexible Lagerführungssoftware dafür, dass die vom Kunden bestellten Artikel auf einer Palette zusammengehalten und nicht über mehrere Paletten verteilt kommissioniert werden. Die Antalis-Lagermitarbeiter kommissionieren die Ware mit 78 MDEs des Herstellers Teklogix, die ebenfalls Ehrhardt + Partner lieferte und installierte.
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Branchenbuch: Ehrhardt + Partner GmbH & Co. KG
Datum: 08.08.2008
Quelle: Ehrhardt + Partner GmbH & Co. KG
Redakteur: ke
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