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Die meisten Unternehmen, die ihre Logistik umweltfreundlicher gestalten wollen, gehen davon aus, dass die Kosten dafür "zähneknirschend" von ihren Logistikdienstleistern bzw. Subunternehmern übernommen werden. Zu diesem Ergebnis kommt das englische Marktforschungsinstitut Transport Intelligence Ltd. in seiner Untersuchung "Logistics & Transport Industry Environmental Survey".
Aus der von Kewill Systems plc gesponserten Studie geht hervor, dass drei Viertel aller Befragten, die Logistikverträge zu vergeben haben, in ihre Ausschreibungsunterlagen Klauseln bezüglich der Einhaltung von Umweltschutzrichtlinien aufnehmen. Bei der Mehrheit der Befragten (54 Prozent) fehlten allerdings Hinweise darauf, wie mit anfallenden Zusatzkosten verfahren werden soll. Für viele Logistikunternehmen wird dies nach Meinung der Autoren "zweifellos Anlass zur Verärgerung sein, da sie die Umweltmaßnahmen, die sie zwangsweise umsetzen müssen, als weitere von Kundenseite aufgebürdete Kostenlast empfinden".
Dennoch gibt es für die Logistikdienstleister laut Transport Itelligence "kaum Alternativen zum Ausbau umweltfreundlicher Verfahren". 70 Prozent der Unternehmen gaben an, dass bei der Auftragsvergabe die Einhaltung umweltrelevanter Standards "wichtig" oder "sehr wichtig" sei. Die Umfrageteilnehmer wurden außerdem gebeten, sich dazu zu äußern, ob sich das Umweltengagement ihres Unternehmens in den kommenden Jahren angesichts eines möglichen wirtschaftlichen Abschwungs ändern würde. Die überwiegende Mehrheit sprach sich für eine Beibehaltung der Maßnahmen aus.
Gemäß zwei Dritteln der Befragten liegt dies jedoch hauptsächlich daran, dass die Einführung umweltfreundlicher Verfahren eine Win/Win-Situation schafft, in der sowohl die betriebliche Effizienz gesteigert als auch Kosten gesenkt werden können. Die Anzahl derjenigen, die sagten, dass sie auch weiterhin höhere Kosten für die jeweils umweltschonendere Alternative zahlen würden (17 Prozent), entsprach der Anzahl von Personen, die angaben, ihre Beschaffungsentscheidungen ausschließlich auf Grundlage von Kosten fällen zu wollen.
Auf die Frage, in welchen Bereichen genau umweltfreundliche Maßnahmen ergriffen wurden, entfielen die meisten Antworten auf den Bereich Transport (33 Prozent). Dazu gehörten Initiativen wie Fahrerschulungen, der Einsatz von Hybridmotoren und ein besseres Leerfahrten-Management. Gleich wichtig waren mit jeweils ungefähr einem Viertel aller Antworten eine effizientere Planung durch den Einsatz von IT-Tools und eine gesteigerte Verwaltungseffektivität. Überraschenderweise nannten nur 15 Prozent der Befragten das Lagerwesen als einen der Bereiche, auf den sie ihre Aufmerksamkeit richteten.
Transport Intelligence-CEO John Manners-Bell: "Die Ergebnisse der Studie werden die eher zynischen Vertreter der Branche, die glauben, dass die Kosten solcher Maßnahmen immer nach unten weitergegeben werden, nicht überraschen. Dennoch sieht es so aus, dass 'grüne Logistik' nicht nur eine vorübergehende Modeerscheinung ist."
Er fährt fort: "Der unternehmerische Nutzen, den die Umsetzung von umweltfreundlichen Initiativen mit sich bringt, steht angesichts der erzielten Kosteneinsparungen außer Zweifel. Insbesondere bei Betrachtung des steigenden Ölpreises."
Evan Puzey, Chief Marketing Officer bei Kewill Systems, fügt hinzu: "Die Umfrage bestätigt die Erkenntnis, dass die Technik einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlicheren Gestaltung von Logistikleistungen leistet. Vor allem, wenn es um die CO2-Bilanz eines Unternehmens geht. 79 Prozent der Umfrageteilnehmer nannten die Technik ein wichtiges Hilfsmittel zur Verminderung ihres CO2-Ausstoßes."
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