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VTG übernimmt traditionsreichen Waggonbauer Graaff |
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Die VTG Aktiengesellschaft erwirbt sämtliche Vermögensgegenstände des Bereichs Waggonbau der Graaff-Gruppe, Elze, und sichert sich damit eigene Produktionskapazitäten für Eisenbahngüterwagen in Europa. Über den Kaufpreis für den in Insolvenz befindlichen Spezialgüterwagen-Hersteller wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das deutsche Kartellamt.
"Mit dem Erwerb von Graaff erweitern wir unser Geschäftsmodell um einen vorgelagerten Bereich unserer Wertschöpfungskette und sichern uns knappe Produktionskapazitäten für den Bau von Spezialgüterwagen. Auf Basis der vorhandenen Erfahrung in der Spezifikation und dem Design einer Vielzahl von Waggontypen werden wir das Neubauwerk in Elze bei Hannover schnell in die VTG-Gruppe integrieren können. Damit sichern wir einen wichtigen Teil unserer Grundversorgung mit neuen Spezialwaggons für das weitere organische Wachstum, was in einem boomenden Markt für Schienenlogistik besonders bedeutsam ist. Insbesondere für den Einkauf von Komponenten und Teilen, für die wir neue Beschaffungsstrategien entwickelt haben, gehen wir davon aus, Synergieeffekte in der Beschaffung realisieren können", erläutert der Vorstandsvorsitzende Dr. Heiko Fischer die Vorteile der Übernahme.
Die Graaff–Gruppe baut seit 1914 am Standort Elze in Niedersachsen Spezialgüterwagen. Dazu gehören insbesondere Chemiekesselwagen mit Edelstahltanks. Dabei verfügt das Unternehmen für den Bau von Chemiekesselwagen über ein überdurchschnittliches Konstruktions-Know-How und zahlreiche Zulassungen. Zusammen mit der bei VTG vorhandenen Erfahrung über die Marktanforderungen können so zukünftig neue Innovationen entstehen. Die Produktionskapazität des Werkes in Elze liegt bei rund 300 Wagen pro Jahr. Aufgrund unerwartet aufgetretener Schwierigkeiten bei der Abwicklung eines Großauftrags und der angespannten Liquiditätslage musste der Waggonbauer im März 2008 Insolvenz anmelden.
Die VTG übernimmt die Vermögensgegenstände aus der Insolvenzmasse und wird schwerpunktmäßig die Produktion stark gefragter Kesselwagen – insbesondere Chemiekesselwagen – weiterführen. Im Zuge der Übernahme durch die VTG werden rund 154 Mitarbeiter am Standort Elze weiterbeschäftigt. "Wir sind davon überzeugt, die Kesselwagenproduktion nach der erfolgreichen Reorganisation des Werks und des Einkaufs profitabel weiterführen zu können. Geplant ist eine engere Verzahnung von Konstruktion, Materialwirtschaft und Produktion. Wir werden einen guten Teil der Produktionskapazität von Graaff selbst nutzen, beabsichtigen aber auch bestehende und weitere Kunden zukünftig zu beliefern. Es ist jedoch nicht geplant, unseren gesamten Bedarf an Eisenbahngüterwagen selbst zu produzieren", so Jürgen Hüllen, Vorstand für Technik und Beschaffung bei VTG.
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