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Hohe Dieselpreise - BVT schreibt Brandbrief an Politiker |
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Einen Brandbrief zur Lage des Transportgewerbes an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und andere Verkehrspolitiker hat der Bundesverband der Transportunternehmen (BVT) formuliert. Grund: Der Verband befürchtet, dass aufgrund der hohen Dieselpreise in den nächsten Monaten bis zu 20000 Arbeitsplätze verloren gehen können.
"Und keiner merkt es, weil entgegen der öffentlichen Wahrnehmung das Transportgewerbe hauptsächlich aus vielen kleinen Unternehmen mit jeweils wenigen Arbeitsplätzen besteht", erläutert die Vorsitzende des BVT, die Dortmunder Transportunternehmerin Dagmar Wäscher.
In dem Brief unterstellt der Verband, dass sich die Politik nicht wirklich der Folgen des hohen Dieselpreises und der hohen Abgabenlast für die rund 97 Prozent kleinen und mittelständischen Unternehmen bewusst ist, weil sie unter dem Transportgewerbe hauptsächlich die großen Player und Speditionen wie Schenker, Dachser, Willy Betz, Kühne & Nagel usw. verstehen. Gerade die Transportunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten stellten mit ihren Fahrzeugen aber sicher, dass die lebensnotwendige Versorgung aller Bürger gewährleistet sei und die Produktionsketten in Europa reibungslos funktionierten, so Wäscher. Sie schaffen auch einen Großteil der Arbeitsplätze in der deutschen Transportbranche.
Der Verband fordert als Sofortmaßnahme einen Gewerbediesel ("Blauer Diesel") oder eine einheitlich niedrige Dieselsteuer für alle im gewerblichen Transport tätigen Verkehrsträger. "Auch einen niedrigeren Umsatzsteuersatz auf Energie kann sich der BVT vorstellen", so Wäscher.
Eine solche Maßnahme würde letztendlich allen Bürgern zu Gute kommen. Denn die sich stetig nach oben drehende Preisspirale bei den Transportkosten, werde sich direkt auf die Verbraucherpreise auswirken, und diese seien durch die hohen Energiekosten sowie steigende Steuern und Abgaben genügend belastet.
Der Spritpreis werde zum "Brotpreis des 21. Jahrhunderts". Der BVT fordert deshalb Transportunternehmen und Konsumenten gemeinsam auf, auf der Kampagnewebsite www.alle-brauchen-diesel.de den Brief zu unterschreiben. Die Briefe werden dann vom BVT an die maßgeblichen Verkehrspolitiker weitergeleitet.
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