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Mit Empörung reagieren die mittelständischen Transportunternehmerinnen und -unternehmer auf die vom Bundeskabinett verabschiedete Mauterhöhung - je nach Schadstoffklasse - zwischen 40 Prozent und 90 Prozent. Im Mittel ergibt sich bei den derzeitigen Fahrleistungen eine Mauterhöhung um 62 Prozent oder 2,2 Mrd. Euro p.a.. Mit einer Mautspreizung zum Klima- und Umweltschutz habe dieser Beschluss, so der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V., nichts zu tun. Es gehe um reines Abzocken, das über kurz oder lang den Verbraucher treffe.
Dieses Verhalten sei umso verwerflicher, als die Bundesregierung zur Kenntnis genommen habe, dass in ganz Europa das mittelständische Verkehrsgewerbe mit dem Rücken zur Wand steht. Die Kraftstoffpreise steigen so schnell und dramatisch, dass eine Weitergabe dieser zusätzlichen Kosten in den Märkten allenfalls zeitversetzt und nur zum Teil gelingt. Viele Regierungen geben ihrem Transportgewerbe Hilfen. In Deutschland stünden dagegen Tausende von Arbeitsplätzen und mittelständischer Existenzen auf Grund hoher Ökosteuern und sonstiger deutscher Sonderbelastungen auf dem Spiel.
Obwohl die Bundeskanzlerin auf die Folgen dieser verschärften, staatlich zu verantwortenden "Kostenrallye" im Transportgewerbe hingewiesen wurde, habe sie das "gnadenlose Existenzvernichtungsprogramm" aus dem BMVBS mit Nachdruck des Kanzleramts im Kabinett passieren lassen. Die Behauptung, 'alte Stinker' würden zur Kasse gebeten, sei schlichtweg falsch. Fahrzeuge, die gerade einmal 2 oder 3 Jahre alt seien, sollen 70 Prozent mehr Maut zahlen. Und selbst bei umweltfreundlichster Lkw-Technik, die erst im Herbst nächsten Jahres verbindlich vorgeschrieben ist, schlägt die Mauterhöhung mit 40 Prozent zu Buche. Der BGL würde dem geplanten "Existenzvernichtungsprogramm" nicht tatenlos zusehen.
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