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Echtzeit-Beobachtung von Schiffsverkehren |
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Auch für Schiffe auf nationaler Fahrt ist das Automatische Schiffs-Identifizierungs-System (AIS) ab 1. Juli 2008 Pflicht. Der Duisburger Hafen benutzt bereits AIS, das ursprünglich zur Verbesserung der Verkehrs- und Schiffssicherheit Ende 2004 in den Seehäfen eingeführt wurde. Die Plattform ermöglicht eine Live-Beobachtung der Schiffe am Computerbildschirm.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Stausituation in den großen Seehäfen eruiert die Internet-Plattform vesseltracker.com beispielsweise für die Containerterminals in Duisburg, wo sich das erwartete Schiff gerade befindet. "Da alle Schiffe, ab 1. Juli auch die auf nationaler Fahrt, mit AIS ausgerüstet sind, kann man die Fahrtrouten in Echtzeit verfolgen", erklärt Ralf Paahsen, Gesellschafter der Internet-Plattform. Dabei ist die geografische Oberfläche frei wählbar: von Google Earth bis Microsoft Virtual Earth. AIS liefert ein übersichtliches Bild der Verkehrssituation, ermöglicht einen reibungslosen Schiffsverkehr und eine bessere Planbarkeit der logistischen Kette. Das ist insbesondere für die zahlreichen Hub-Verkehre wichtig, die über die Drehscheibe Duisburg laufen. "Dedicated Shuttles erfordern eine hohe logistische Leistung, die nur mit vorauseilendem Informationsfluss und Planung gewährleistet werden kann. Diese Informationsverknüpfung hilft, Zeit- und Qualitätsvorteile zu realisieren", erläutert Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG.
Und so funktioniert es: Alle Schiffe, die mit AIS ausgestattet sind, senden via UKW-Funk verschiedene Daten (z.B. Name, Schiffstyp, Länge und Breite). Diese Daten können mit AIS-Transpondern unterschiedlichster Hersteller empfangen und ausgewertet werden. "Bereits zwei Minuten nach Sendung der Daten ist das Schiff direkt am Bildschirm zu sehen", beschreibt Paahsen.
Rund 50 Antennenstationen hat vesseltracker.com seit der Gründung vor knapp zwei Jahren aufgestellt. Alle bedeutenden Seehäfen der Hamburg-Le Havre-Range und darüber hinaus sind mit im Boot. Zielgruppen des kostenpflichtigen virtuellen Angebots sind Logistikdienstleister, Schiffsmakler und natürlich Hafengesellschaften.
Foto oben: Köppen
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