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ThyssenKrupp Stainless baut langfristig auf elektronisch unterstützte Frachtausschreibung mit TICONTRACT. Aufwand und Kosten senken, Transparenz steigern: Drei bekannte Ziele für Logistikleiter aller Branchen und Unternehmensgrößen. Vor dieser Aufgabe sieht sich auch Ernst Bernsdorf, Direktor Verkehrswirtschaft der ThyssenKrupp Nirosta GmbH, eine Business Unit der ThyssenKrupp Stainless AG. "Gerade im Prozess der Frachtausschreibungen standen wir jedes mal vor einem riesigen manuellen Aufwand", so Bernsdorf.
Die Entscheidung, mit TICONTRACT zu arbeiten, war eine strategische: Zurzeit wickelt die ThyssenKrupp Stainless in Deutschland ein Ausschreibungsvolumen von jährlich 90 bis 100 Millionen Euro ab. Zukünftig soll das Tool auch in Italien, den USA, Mexiko und eventuell in China zum Einsatz kommen. Das bedeutet ein Gesamtausschreibungsvolumen von 400 Millionen Euro. Neben der Optimierung der Frachtkosten geht es Bernsdorf vor allem darum, Prozesse weltweit zu standardisieren und lückenlos zu dokumentieren, um revisionssicher zu sein. "Die Auswertung von einer zentralen Stelle aus, weltweit und international für den gesamten Stainless-Geschäftsbereich: Das sind Vorteile, die für mich unbezahlbar sind."
Das TICONTRACT-System ist webbasiert, der Verlader erhält einen Login und kann sämtliche Kontrakte online ausschreiben. "Keiner kennt seine Logistik so gut wie der Verlader selbst", so Roland Hötzl, geschäftsführender Gesellschafter der TRANSPOREON e-sourcing GmbH in Kempten. "Deshalb haben wir ein benutzerfreundliches System entwickelt, mit dem der Kunde selbst einfach und intuitiv arbeiten kann." Der Ausschreibungsgenerator führt den Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess. Dadurch sind selbst komplexe Anfragematrizen mit Preisfeldern, Textfeldern und Drop-Down-Menüs einfach zu erstellen. Das verladende Unternehmen kann sowohl aus einem Pool von über 6.000 registrierten Dienstleistern entsprechende Partner auswählen als auch die Spediteure und Frachtführer zur Ausschreibung einladen, mit denen es bisher erfolgreich zusammen gearbeitet hat.
Neben der standardisierten Ausschreibung bietet die Plattform dem Verlader Funktionen für die interne Auswertung der Angebote. "Für uns ist vor allem dieses Auswertungstool hochinteressant", erklärt Bernsdorf. "Anhand verschiedener Simulationen kann man sich Bestpreise, Rankings und Szenarien abbilden lassen. Das veranschaulicht den gesamten Prozess extrem und lässt eine bessere Vergleichbarkeit der Angebote zu."
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