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In nur fünf Tagen hat die VTS-Gruppe, ein Tochterunternehmen der Duisburger Hafen AG, einen 96 Tonnen schweren Wärmetauscher vom italienischen Bergamo nach Kairo transportiert. Im 'Bauch' der Antonow An-124, eines der größten Transportflugzeuge der Welt, wurde der über 20 Meter lange Koloss unversehrt zum Bestimmungsort transportiert.
Unter anderem baute der Verpackungsspezialist VTS neun 'Füße', so genannte Stahl-Sättel, unter den Gas/Gas-Wärmetauscher, um eine optimale Gewichtsverteilung, Befestigung und Sicherung im Rumpf der Antonow zu gewährleisten. "Die Rahmenbedingungen dieses außergewöhnlichen Transports waren herausfordernd für uns", räumt Projektleiter Karl-Heinz Berlit ein. "Nur zwei Rampen gibt es weltweit, die einen 96 Tonnen schweren Wärmetauscher in den Laderaum einer Antonow bewegen können: eine befindet sich in den USA, eine weitere steht in Europa zur Verfügung." Frühzeitig mussten deshalb sowohl Rampe als auch Flugzeug reserviert werden, zumal eine Rampe zum Zeitpunkt des Transports auch noch defekt war. Zusätzlicher Termindruck entstand durch die Tatsache, dass die Antonow pro Stunde Wartezeit rund 5.000 Dollar kostet und maximal nur 24 Stunden wartet. Berlit: "Dann fliegt sie zum nächsten Auftraggeber, egal was passiert."
Neun Transportsättel, allesamt von der VTS-Gruppe hergestellt, wurden mit Bandagen aus Stahl und umlaufender Antirutschmatte, am über 20 Meter langen und rund zweieinhalb Meter hohen wie breiten Koloss befestigt. "Die Füße waren notwendig, um eine optimale Gewichtsverteilung im Flugzeug zu garantieren", erläutert Berlit. Über einen Zwischenstopp zum Nachtanken in Athen gelangte der Wärmetauscher innerhalb von nur fünf Tagen vom italienischen Bergamo zum ägyptischen Bestimmungsort Damietta.
Für den Transport des Wärmetauschers auf die Rampe am Rollfeld waren zwei Mobilkräne und ein Tieflader im Einsatz. Im Frachtraum der Antonow An-124 wurde der Behälter an 42 Stellen, so genannten Lash-Punkten, mit 24 Ketten und sechs Stahl-Längsträgern befestigt, um den Transportkräften bei Start und Landung von 2,3 G standzuhalten. "Das waren schon nervenaufreibende Momente", beschreibt Berlit, der den Flug gemeinsam mit seiner Kollegin Sabine Gorynski, die die speditionelle Durchführung verantwortete, begleiten durfte.
Der Gas/Gas-Wärmetauscher ist Teil eines Großprojektes mit 40.000 Frachttonnen für Ägypten, dessen kompletten Transport die VTS-Gruppe übernommen hat.
Fotos: Gorynski, VTS
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