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Le Havre und Duisburg kooperieren |
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Eine Kooperationsvereinbarung, die insbesondere die Förderung der Verkehrsbeziehungen und Intensivierung des Güteraustausches zum Ziel hat, unterzeichneten gestern die Häfen von Le Havre und Duisburg. In Le Havre vereinbarten Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der duisport-Gruppe, und Jean-Marc Lacave, Directeur Général der Port Autonome du Havre, im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung des Duisburger Hafens unter anderem "den Austausch von Informationen über neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Hafen- und Umschlagtechnik sowie des interkontinentalen Verkehrs". "Es gibt bereits konkrete Überlegungen, zusätzliche Ladungsströme im Kombinierten Bahnverkehr aus Le Havre über Duisburg ins europäische Hinterland zu lenken", sagte Staake.
Wie bereits in den vergangenen 20 Jahren, ist das Nachbarland Frankreich auch im Jahr 2007 wichtigster Handelspartner Deutschlands gewesen. "Allerdings werden die Güter größtenteils auf der Straße bewegt. Hier gibt es großes Potenzial, um Warenströme auf die Schiene zu verlagern", erläuterte Staake. Der Duisburger Hafen ist mit 330 wöchentlichen Abfahrten und 80 direkt angefahrenen Zielen Europas Schnittstelle für den Kombinierten Bahnverkehr. Staake: "Wir bieten dem Hafen Le Havre ein exzellentes Hinterland-Netzwerk."
Le Havre steht für anhaltendes Wachstum im Containerverkehr, den Beginn der Liberalisierung des Schienengüterverkehrs in Frankreich, staufreien Zugang und die Einrichtung neuer Logistikkapazitäten. Der größte französische Containerhafen wächst im Hinterlandverkehr via Bahn, Binnenschiff und Lkw mit 40 Prozent überproportional. 2007 wurden in Le Havre 100.000 Einheiten mit der Schiene befördert. Rail Link Europe und der Operateur Naviland Cargo fahren bereits diverse Bahnshuttles von Le Havre ins europäische Hinterland. Zwischen Le Havre und Mannheim fährt schon seit Juni 2007 zwei Mal wöchentlich ein Rail-Link-Zug.
Insgesamt legte der Seehafen im Containerumschlag um mehr als 23 Prozent auf über 2,6 Mio. TEU zu – Rekord. "Er ist damit der am schnellsten wachsende Container-hafen Europas", betonte Lacave. "Durch die neuen Möglichkeiten der kombinierten Transportdienstleistungen wird Le Havre eine ernst zu nehmende Alternative zu den ARA-Häfen", so Lacave.
Bestmarken konnte auch der Containerumschlag im Duisburger Hafen im vergangenen Jahr erzielen: über 900.000 Standardcontainer (TEU) sind ein Plus zum Vorjahr von 14 Prozent. Wachstumstreiber im größten Binnenhafen der Welt war dabei erneut der Verkehrsträger Schiene mit mehr als 530.000 TEU (plus 23 Prozent). Der Duisburger Hafen hat zudem mit dem ersten Container-Reederterminal im europäischen Hinterland, dem Duisburg Trimodal Terminal (D3T), einem Gemeinschaftsprojekt von CMA CGM, NYK und duisport, eine direkte Antwort auf die ins Stocken geratene Abfertigung in den Seehäfen gegeben. "Die Kombination maritimer und kontinentaler Ladungsströme praktizieren wir mit Erfolg. Insofern versprechen wir uns viel von der Kooperation mit Le Havre", so Staake.
Zur praktischen Durchführung wird eine Kontaktgruppe mit gleichmäßiger Beteiligung beider Häfen berufen, die konkrete Absprachen zur Entwicklung der kooperativen Beziehungen zwischen den beiden Häfen trifft.
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