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Binnenschiffe entlasten Straßen im Hamburger Hafen |
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Containerumfuhrdienst der Deutschen Binnenreederei AG jetzt mit dreilagigen Schubverbänden zu 210 TEU unterwegs - 2007 bereits mehr als 15 Prozent aller Umfuhren mit dem Binnenschiff bewältigt, Tendenz steigend.
Den dynamischen Wachstum der Containerverkehre am Hamburger Hafen spüren alle Verkehrsträger. Dabei müssen ein- und ausgehende Container, in Vorbereitung oder als Ergebnis der Hinterlandverkehre, oft zwischen den einzelnen Terminals umgefahren werden. Diese Zwischentransporte sind noch immer eine Domäne des Lkw. Im Jahr 2007 wurden nach Schätzungen der Deutschen Binnenreederei AG aus Berlin (DBR) und der Firma Walter Lauk aus Hamburg etwa 300.000 bis 350.000 Standardcontainer (TEU) allein innerhalb des Hafens umgefahren, davon etwa 250.000 bis 290.000 TEU mit dem Lkw. Das wiederum ist auf den Straßen und Brücken zu spüren: die Staus nehmen zu, die Lkw-Schlangen an den Terminals werden länger und die Wirtschaftlichkeit sinkt. Doch Besserung ist in Sicht.
Container vom Liegeplatz eines Frachters zur Packstation zu bringen und von dort wieder abzuholen, Feederladungen auf verschiedene Terminals zu verteilen oder Leercontainer zwischen dem Unikai und den Packstationen flexibel zu disponieren, so sieht die Arbeit des Container-Shuttle-Dienstes der DBR aus. Und die verstopften Straßen sorgen dafür, dass das bereits seit 2003 bestehende Angebot mehr und mehr Akzeptanz findet. Gemeinsam mit dem Partner Lauk fuhr die DBR mittels Schubschiffverbänden im Jahr 2007 bereits mehr als 53.000 TEU innerhalb des Hafens um. Das entspricht schon heute mindestens 15 Prozent des Gesamtvolumens aller Umfuhren. Andere Anbieter in diesem Segment stellen mit maximal 3.000 TEU lediglich ein marginales Angebot zur Verfügung. Um einen erneuten Produktivitätsschub zu erreichen, fährt die DBR den Dienst seit Anfang 2008 mit dreilagigen Schiffsverbänden. Die Dreilagigkeit ist für diesen Service in Hamburg einzigartig und bezieht sich auf die Anzahl übereinander beförderter Containerreihen. Seit April 2008 können die flexibel kombinierbaren Schubschiffsysteme damit bis zu 210 TEU transportieren. So entfallen auf einen Schlag etwa 120 LKW-Transporte. Mittelfristig sollen die Kapazitäten der Verbände sogar auf bis zu 240 TEU steigen.
Helmuth Lüneburg, Leiter der Hafen- und Tankschifffahrt der DBR, meint dazu: "Mit den
größeren Kapazitäten stoßen wir in eine neue Liga vor. Wir erleben dabei eine Welle des Zuspruchs. Unser Konzept, Wirtschaftlichkeit und Kundennutzen weiter zu optimieren, kommt an. Schon heute bieten die Umfuhren mit unseren Schubschiffverbänden, vor allem bei größeren Volumen, merkliche Kosten- und Zeitvorteile. Das werden wir weiter forcieren." Sascha Faber, Leiter der Containerlogistik der DBR, ergänzt: "Hinzu kommt ein interessanter Nebeneffekt, denn anders als beim Lkw lassen sich unsere Schubleichter kurzfristig auch als flexibles Zwischenlager verwenden." Für das Jahr 2008 planen DBR und Lauk mit einem Umfuhrvolumen von 75.000 TEU.
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