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Deutsche Biokraftstoffindustrie unterstützt Absicht, Ethanolbeimischung E10 vorerst zu stoppen |
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Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V. (VDB) unterstützt die Ankündigung von Umweltminister Gabriel, die beabsichtigte Beimischung von Bioethanol (E10) zu stoppen, solange eine große Zahl von Kraftfahrzeugen nicht mit einem so hohen Bioethanolanteil fahren kann. Die Entscheidung liege auch im Interesse der Klimaziele, da die erforderliche Kapazität von über drei Millionen Tonnen Ethanol pro Jahr in Europa noch nicht zur Verfügung stehe. Bei Importen ist zurzeit nicht gewährleistet, dass diese aus nachhaltiger Produktion stammen.
Zugleich macht der VDB ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die aktuelle Diskussion um
E10 nicht die Verwendung von Biodiesel als alternativen Kraftstoff betrifft. Biodiesel ist nicht Biosprit. Eine Vielzahl von Kraftfahrzeugen hat eine Betriebserlaubnis zur Verwendung von reinem Biodiesel (B100) und alle anderen Dieselfahrzeuge können mit einer Beimischung von mindestens sieben Prozent Biodiesel betrieben werden. Viele europäische und asiatische Fahrzeuge sind sogar für eine Beimischungsquote von 30 Prozent ausgelegt. Hiermit würde ein Dieselfahrzeug mit einem Durchschnittsverbrauch von sieben Litern/100 Kilometer heute schon den angestrebten CO2-Ausstoß von unter 130 g/km erreichen.
Die deutsche Biodieselindustrie hat in den letzten Jahren durch Investitionen in Milliardenhöhe Produktionskapazitäten in Höhe von fünf Millionen Tonnen pro Jahr geschaffen. Biodiesel kann aus heimischen Ölpflanzen produziert werden, wobei gleichzeitig hochwertige Futtermittel (Rapskuchen) und wertvolle Verbundstoffe (Bioglycerin) entstehen.
Durch die Nutzung der bestehenden Biodieselkapazität in Deutschland lässt sich der CO2-Ausstoß um mehr als zwölf Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren.
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