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'Bosporus-Europe-Express' startete auf der Verbindung München - Ljubljana - Halkali v.v. |
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Europe Intermodal, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Kombiverkehr GmbH & Co KG und der slowenischen Adria Kombi d.o.o. in drugi k.d., eröffnete am 30. März das operative und kommerzielle Geschäft mit dem neuen Zugangebot 'Bosporus-Europe-Express (BEEX)' im kombinierten Verkehr von und nach der Türkei.
Mit dieser neuen Verbindung wird das größte Containerterminal Istanbuls, Halkali, in das europäische Ganzzugnetzwerk von Kombiverkehr und Adria Kombi integriert. Zunächst verkehrt der Zug einmal wöchentlich in beiden Richtungen auf der Strecke München - Ljubljana - Halkali. Für Sendungen ab Halkali ist Annahmeschluss mittwochs um 16:00 Uhr. Slowenien und Deutschland werden in vier bzw. sechs Tagen erreicht.
Aus der gemeinsamen Nutzung der heute bestehenden Netzwerke von Kombiverkehr und Adria Kombi ergeben sich erhebliche Vorteile für das Transportgewerbe. Durch das Prinzip des Gatewaysystems können nationale und internationale Züge optimal miteinander kombiniert und so die wichtigsten Wirtschaftszentren in ganz Europa erreicht werden. In Deutschland fungiert vor allem München-Riem mit Anschluss an das Ruhrgebiet, den Westhafen Rotterdam und die Ostseehäfen mit Weiterleitungsmöglichkeiten nach Nordeuropa als wichtiges Gatewayterminal. Über die slowenische Drehscheibe Ljubljana können Ladeeinheiten auf Züge zu weiteren Terminals in Slowenien, Ungarn, Österreich aber auch in Richtung Norditalien umsteigen. In München-Riem und Ljubljana sind die Gatewayverkehre so aufeinander abgestimmt, dass die Anschlüsse in die Türkei - beispielsweise aus dem Ruhrgebiet oder Norditalien - mit einer Laufzeit zwischen sechs und sieben Tagen geschafft werden.
Für die zweite Jahreshälfte sind bereits zusätzliche Abfahrten für den 'Bosporus-Europe-Express' geplant. Ziel ist es, die Frequenz in der Zukunft auf tägliche Abfahrten zu erhöhen. Neben den heute verladbaren Containern (20 bis 40 Fuß) sollen zukünftig bei Bedarf auch Semi- und Megatrailer transportierbar sein.
Aufwärtstrend im Verkehr mit der Türkei
Immer mehr liegt der Fokus von west- und mitteleuropäischen Transportunternehmen auf Ost-und Südosteuropa. "Deutschland ist sowohl im Import als auch im Export einer der wichtigsten Handelspartner der Türkei", sagt Pulat Erginbas, Geschäftsführer von Europe Intermodal. "Unser neues Zugprodukt 'Bosporus-Europe-Express' sorgt zwischen beiden Ländern für eine schnelle und verlässliche Abwicklung des Warenaustausches". Gegenüber des reinen Straßentransportes liegen die Vorteile des Schienengüterverkehrs in diesem Transportkorridor auf der Hand: Anders als beim reinen Straßentransport kann Europe Intermodal einen konstanten Transportpreis anbieten, der keinen saisonalen Schwankungen unterliegt.
Für türkische Spediteure, die mit Europe Intermodal als Operateur ihre Transporte ab der Türkei von der Straße auf die Schiene verlagern, fallen keine zusätzlichen Kosten für Straßengenehmigungen an, um EU-Mitgliedsstaaten zu durchqueren. Weitere starke Argumente für die Transportalternative kombinierter Verkehr sind die Erhöhung der Nutzlast um bis zu vier Tonnen, die Überwindung von langen Distanzen ohne Mautgebühr, kurze Laufzeiten und eine über Ländergrenzen hinweg durchgehende und damit schnelle Zollabwicklung sowie der Umweltaspekt durch die CO2-einsparenden Bahntransporte.
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