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GS1 Germany fordert Politik zu angemessenem Handeln bei RFID auf
In seiner Rolle als Standardisierungsorganisation warnt die GS1 Germany GmbH vor unverhältnismäßigen Regulierungen in Bezug auf die Umsetzung der RFID-Technologie. Die derzeit diskutierten Pläne auf nationaler sowie auf EU-Ebene hemmen die positive Entwicklung der Technologieverbreitung und führen zu negativen Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft im Vergleich zu den USA und Asien, wo RFID als wichtige Zukunftstechnologie stark gefördert wird.

"Die notwendigen Voraussetzungen zur Einführung und Umsetzung der Technologie und des EPC – Elektronischen Produktcodes sind geschaffen. Wir haben die Standards entwickelt und weltweit zur Verfügung gestellt," betont Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. "Wenn die Politik sich nun für eine standardmäßige Deaktivierung des EPC an der Kasse entscheidet, bedeutet das einen enormen Aufwand für den Handel. Damit werden nicht nur für große, sondern auch für kleine und mittlere Unternehmen Hürden für eine RFID-Einführung aufgebaut".

Ein Missbrauch von Daten durch den Einsatz der RFID-Technologie ist bei der derzeitigen Verbreitung und Art der Anwendungen – mit Schwerpunkt in der Logistik – in der deutschen Wirtschaft nicht zu befürchten. Zudem erfasst das bestehende Datenschutzrecht alle heute bekannten RFID-Anwendungen, soweit sie personenbezogene Daten verarbeiten. Unternehmen können sich darüber hinaus an den Richtlinien von EPCglobal orientieren, die eine verbraucherfreundliche Nutzung der RFID-Technologie garantieren. Danach kennzeichnen EPC-Mitglieder ihre Ware mit einem EPC-Logo um die Verbraucher über Funktionsweise und Deaktivierungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Empfehlung einer standardmäßigen Deaktivierung an den Verkaufsstellen geht über die Vorschriften des geltenden Datenschutzrechts weit hinaus. Ohne den Nachweis einer Notwendigkeit erbracht zu haben, wird damit de facto das Anwendungsgebiet des personenbezogenen Datenschutzrechts auf reine Produktdaten ausgedehnt.




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Datum: 28.03.2008
Quelle: GS1 Germany GmbH
Redakteur: ke
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