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Mein ERP-Anbieter bleibt mein ERP-Anbieter |
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Käufer von Business-Software tendieren dazu bei dem einmal gewählten ERP-Anbieter zu bleiben, auch wenn hohe Kosten nach der Implementierung drohen. Dies ergab eine Studie, die IDC im Auftrag des ERP-Anbieters Agresso durchgeführt hat. Die Marktforscher haben 250 Unternehmen weltweit befragt.
83 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie wieder beim selben Anbieter kaufen würden, auch wenn sie durch ein möglicherweise unflexibles System hohe Anpassungskosten nach der Erst-Implementierung riskieren. Dies ist umso bemerkenswerter angesichts der Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Befragten jedes Jahr mit bedeutenden Veränderungen im Unternehmen konfrontiert werden.
Solche Entwicklungen erfordern oft Anpassungen des ERP-Systems – bei fast allen heutzutage gängigen ERP-Lösungen ein langwieriger und kostenintensiver Prozess. Die häufigsten Gründe für Systemanpassungen sind der Studie zufolge Fusionen und Akquisitionen (35 Prozent), neue Geschäftsstrategien (31 Prozent), Reorganisation und Restrukturierung (27 Prozent) sowie neue Kundenbedürfnisse (26 Prozent).
Als wichtigsten Grund für die Investition in eine neue Finanz-Software, nannten die befragten Unternehmen Kostenersparnis (28 Prozent), gefolgt von der einfachen Installation und Konfiguration (14 Prozent) sowie der Geschwindigkeit (14 Prozent). Die Agilität in der Postimplementierung nennen die Befragten an vierter Stelle (12 Prozent).
"Unternehmen müssen sich heute den versteckten Kosten ihres ERP-Systems stellen, die nach der Erst-Implementierung anfallen", weiß Albert Pang, Director Enterprise Applications Research von IDC. "Nutzer sollten sich fragen, ob sie bei ihrem bisherigen ERP-Anbieter bleiben wollen. Stellen Sie sich diese Frage nicht, muss man vermuten, dass sie die Möglichkeiten eines neuen, vielleicht weniger bekannten Anbieters nicht in Betracht ziehen wollen."
"Angesichts der hohen Kosten, die durch Anpassungen der Software verursacht werden, sind Unternehmen zunehmend frustriert. Doch dann kaufen sie eine neue Version derselben Software, um ihre Kosten zu reduzieren", sagt Dieter Große-Kreul, Geschäftsführer Agresso Deutschland. "Man muss kein Mathematiker sein, um zu wissen, dass dies gewisse Widersprüche beinhaltet. Der einzige Weg aus der Misere ist, der Agilität nach der Implementierung eine höhere Bedeutung beizumessen – und folglich eine ERP-Software zu kaufen, die sich dem Wandel im Unternehmen schnell und einfach anpasst."
Über Agresso
Das Unternehmen Agresso GmbH wurde im Jahr 1980 gegründet und ist eine 100-prozentige Tochter des niederländischen Konzerns Unit 4 Agresso. Das Unternehmen hat sich auf ERP-Lösungen für kommerzielle Dienstleister und den öffentlichen Sektor spezialisiert. Das Kernprodukt ist die "Agresso Business World", das bei 2.600 Kunden in über 100 Ländern im Einsatz ist. Mit der Akquisition der Firmen Dogro und Kirp im Jahr 2006 hat Unit 4 Agresso seine Position im öffentlichen Bereich in Deutschland gestärkt. Die Muttergesellschaft Unit 4 Agresso ist an der holländischen Börse notiert (EURONEXT - U4AGR) und hat insgesamt 3.200 Mitarbeiter in zwölf Ländern. Der Konzernumsatz belief sich 2007 auf 320,5 Millionen Euro.
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