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Zukunft gestalten – mit RFID in der Logistik |
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Im Rahmen ihres dualen Studiums besuchten angehende Logistikmanager des fünften Semesters der Europäischen Fachhochschule (EUFH) das RFID Innovation Center der METRO Group in Neuss. Nachdem zuvor im Rahmen der Vorlesung 'Technische Logistik' von Logistikmanagement-Professor Dr. Heinz Walterscheid die theoretischen Grundlagen dieser zukunftsweisenden Identifikationstechnik sowie grundlegende Anwendungsgebiete erörtert worden waren, ermöglichte es die Exkursion nach Neuss, die RFID-Anwendungspotenziale auch real vor Ort kennen zu lernen und wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln.
Mit dem RFID Innovation Center in Neuss hat die METRO Group eine in Europa einmalige Informations- und Entwicklungsplattform geschaffen. Damit ermöglicht das Unternehmen seinen Lieferanten, IT-Partnern und den Vertretern der Vertriebsmarken, die Einsatzmöglichkeiten der Technologie unter realen Bedingungen kennen zu lernen und zu testen. In dem speziell für diese Zwecke umgebauten Teil eines Kaufhof-Lagers beherbergt das RFID Innovation Center auf 1.900 Quadratmetern einen Testbereich und mehr als 40 Anlagen, die das Einsatzpotenzial von RFID in verschiedenen Anwendungen zeigen. Die Exponate sind den fünf Bereichen Lagermanagement, Kommissionierung, Warenhaus, Verbrauchermarkt und Haushalt zugeordnet.
Die EUFH-Logistikstudenten interessierten sich insbesondere für die Logistik-Schwerpunktbereiche Wareneingang/Lagermanagement und Kommissionierung. Hier wurden Ihnen die vielfältigen RFID Einsatzmöglichkeiten praxisnah präsentiert. Der RFID-Einsatz im Wareneingang, der derzeit von METRO, REWE und anderen Unternehmen in Pilotprojekten bzw. bereichsweit eingeführt wird, verspricht besonders hohe Rationalisierungspotenziale. Hier werden im Vergleich zum Einsatz der traditionellen Barcodetechnologie mit ihren teilweise sehr aufwendigen Einscan-Vorgängen Effizienz- bzw. Produktivitätssteigerungen von ca. 10 Prozent angestrebt, was die Logistik-Kosten deutlich reduzieren dürfte. Erreicht werden kann dies dadurch, dass auf Paletten bzw. Kartons, welche in das Lager hineingefahren werden, RFID-Transponder angebracht werden. Beim Durchfahren der Wareneingangstore, die mit speziellen RFID-Lesegeräten ausgestattet sind, können nun die relevanten Daten sekundenschnell erfasst und automatisch in den Logistik- und Warenwirtschaftssystemen verbucht werden. Falschlieferungen werden sofort sichtbar.
Ein weiterer RFID-Einsatzschwerpunkt ist die Kommissionierung. RFID-basierte Kommissionierhilfen können die relevanten Prozesse auch hier beschleunigen und Fehler bei Lagerung, Sortierung und Versand der Waren deutlich reduzieren. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Einführungserfolg von RFID werden hier sowie allgemein die Preise der RFID-Transponder sein, die zwar schon deutlich abgesenkt worden sind, die aber noch weiter sinken sollten.
Die Logistikmanagement-Studenten der EUFH waren insgesamt sehr beeindruckt vom präsentierten neuesten Stand der Technik und den schon weit fortgeschrittenen RFID- Anwendungsmöglichkeiten. Sie werden die gewonnenen Erkenntnisse bei ihren zukünftigen Tätigkeiten als Logistikmanager sicherlich sehr gut verwenden können.
Bild: Logistikstudenten aus Brühl lernen den neuesten Stand der Technik kennen.
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