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Länderverkehrsminister lehnen Gigaliner-Einsatz ab
Mit großer Erleichterung hat die Allianz pro Schiene auf den Beschluss der Länderverkehrsminister reagiert, Riesen-Lkw auf Deutschlands Straßen vorerst keine generelle Zulassung zu erteilen. "Wir begrüßen sehr, dass die laufenden Pilotversuche einzelner Bundesländer nicht ausgeweitet werden dürfen und noch in diesem Jahr auslaufen. Somit können vorerst keine weiteren Fakten und Sachzwänge geschaffen werden", kommentierte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch in Berlin das Mehrheitsvotum der Länderverkehrsminister.

Flege: "Für Deutschland bedeutet der heutige Beschluss konkret, dass wir ab Jahresanfang 2008 vorerst Gigaliner-frei sein werden. Das heißt aber noch nicht, dass die Monstertruck-Gefahr für die nächsten Jahre gebannt ist. Spätestens im Sommer 2008, wenn die EU-Studie zu Gigalinern vorliegt, wird uns die Riesen-Lkw-Diskussion via Brüssel wieder einholen. Es gibt starke Kräfte in Europa, die Gigaliner EU-weit fahren lassen wollen." In diesem Zusammenhang sei es aber "politisch äußerst wertvoll", dass sich die Verkehrsminister des großen und wichtigen EU-Landes Deutschland heute gegen Gigaliner positioniert haben. "Das ist eine Vorentscheidung für Europa. Dieses Signal aus Merseburg, dass sich das Haupttransitland in Europa gegen Gigaliner sperrt, wird bei den EU-Verkehrsministern Eindruck hinterlassen."

Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer kündigte weiteren Widerstand gegen jegliche Zulassungsbestrebungen von Riesen-Lkw an. "Wir werden erst Ruhe geben, wenn das Thema offiziell von Brüssel beerdigt wird, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg." Experimente mit Riesen-Lkw gibt es zur Zeit neben Deutschland auch in den Niederlanden. Anfang 2008 wollen die Dänen Gigaliner versuchsweise einsetzen und die Briten liebäugeln zur Zeit ebenfalls mit Monstertrucks.


Bild: Fliegl
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Datum: 11.10.2007
Quelle: Allianz pro Schiene
Redakteur: sp
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