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Home > News > Logistik
DaimlerChrysler und Schenker nehmen Lieferantenpark in Bremen offiziell in Betrieb
Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe nahmen DaimlerChrysler und Schenker Deutschland in Gegenwart von Wirtschaftssenator Ralf Nagel und rund einhundert Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung den Industriepark Bremen offiziell in Betrieb. Hans-Jörg Hager, Vorstandsvorsitzender der Schenker Deutschland AG, und Peter Schabert, Leiter des DaimlerChrysler Werks Bremen würdigten den neuen Industriepark als ausgeklügelte und hocheffiziente Schnittstelle zwischen externer Logistik und Produktion.

Der Industriepark wurde anlässlich des Produktionsstarts der neuen Mercedes-Benz C-Klasse speziell auf die Versorgung der Montage dieser Baureihe im Werk Bremen mit Teilen und DaimlerChrysler Communications, Stuttgart (Germany), Auburn Hills (USA)
Fahrzeugmodulen zugeschnitten. Über ihn werden von Logistik-Experten der Schenker Deutschland AG die Teile von mehr als 20 Zulieferern gebündelt und minutengenau im Takt der Produktion den Montagebändern zugeführt.

Peter Schabert: "Ausgangspunkt für unser Handeln sind stets die Wünsche unserer Kunden. Diese verlangen nach individueller Ausstattung, so dass kaum zwei gleiche Fahrzeuge das Band verlassen. Der Industriepark ist für das Werk Bremen eine wichtige Einrichtung durch die wir sicherstellen, dass unsere Kunden ihr individuelles Fahrzeug schnellstmöglich und zum vereinbarten Liefertermin erhalten." Hans-Jörg Hager, Vorstandsvorsitzender der Schenker Deutschland AG, verwies auf die weltumspannende Aufgabe der Logistik. "Die Lieferketten werden immer globaler; Teile kommen inzwischen von allen Kontinenten. Damit wird die Beschaffungslogistik und die Steuerung der Supply Chain immer komplexer und anspruchsvoller."

Derzeit steuert Schenker Deutschland täglich rund 21.000 Fahrzeugteile und -module in den Produktionsprozess von DaimlerChrysler in Bremen ein. Im Wareneingang des Industrieparks entladen rund 100 Schenker-Mitarbeiter jeden Tag etwa 50 Lkw, die Teile von Lieferanten aus Deutschland, Europa und Übersee heranführen. Sie werden verbucht, zwischengelagert und auf Abruf an das sechs Kilometer entfernte Werk geliefert. Dabei ist für die unterbrechungsfreie Produktionsversorgung die Steuerung des Informationsflusses ebenso wichtig wie die Lieferung der Fahrzeugteile. Die Experten von Schenker koordinieren im Industriepark den gesamten Warenverkehr zwischen Zulieferern und Werk. Gestützt auf modernste IT-Systeme melden sie in beide DaimlerChrysler Communications, Stuttgart (Germany), Auburn Hills (USA) Richtungen Wareneingang und Warenausgang, bestätigen DaimlerChrysler den Abrufimpuls zur Auslieferung der Teile, kommissionieren diese aus dem Zwischenlager und stellen sie per Sammel-Lkw zur Auslieferung ans Werk bereit. Vom Abrufimpuls an Schenker bis zum Einbau in das Fahrzeug vergehen im Schnitt rund fünf Stunden.

Zeitkritische Komponenten wie Rahmenbodenanlagen oder Cockpitleitungssätze, deren Fehlen die Montagebänder unmittelbar zum Stillstand bringen würden, werden von Schenker-Experten in einem besonders überwachten Verfahren direkt ans Band gebracht. Im Industriepark wird produktionssynchron im Zwei- oder Dreischichtbetrieb gearbeitet. Pro Tag sind 116 Rundlauftouren (Dreischichtbetrieb) zwischen Werk und Park eingetaktet. Die gebündelte Versorgung spart mehrere hundert Lkw-Anfahrten verschiedener Zulieferer ein, die ansonsten unmittelbar im Werk abgefertigt werden müssten.

Der Industriepark in Bremen zählt mit dieser ausgefeilten Logistiklösung zu den modernsten seiner Art - weltweit. Baubeginn war bereits im Dezember 2005; die Inbetriebnahme erfolgte schrittweise seit dem 1. Oktober 2006 und wird nun mit der Produktion der neuen C-Klasse von Mercedes-Benz im Werk Bremen hochgefahren. Mit einer überdachten Fläche von 27.000 Quadratmetern bietet der Industriepark, inklusive der Mitarbeiter von Lieferanten, schon heute mehr als 300 Menschen einen Arbeitsplatz. Die überdachte Fläche kann um weitere 30.000 Quadratmeter erweitert werden.
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Datum: 06.07.2007
Quelle: DaimlerChrysler
Redakteur: sp
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