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Bosch stellt Kleinladungsträger auf RFID-Steuerung um |
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RFID-Anwendungen in der Produktionslogistik sind derzeit das heißeste RFID-Thema in der Automobilbranche. Die SEEBURGER AG und die Bosch-Gruppe, weltweit größter Automobilzulieferer, haben ein Projekt umgesetzt, das weltweit eine Vorreiterrolle einnimmt: Im Bosch Werk Eisenach wurden Produktionsprozesse vollständig auf RFID-gestützte Kleinladungsträger nach Kanban-Prinzipien umgestellt.
Wer sich der Herkulesaufgabe der Optimierung innerbetrieblicher Warenströme konsequent stellt, wird schlussendlich immer beim Management der kleinstmöglichen universellen Einheiten – den Kleinladungsträgern – landen: Die intelligente Steuerung von Kleinladungsträgern (KLT) wird so zum Schlüssel für Prozessverbesserungen bezogen auf Bestände, Ressourcenzuordnungen, Verfügbarkeiten und Liefertreue.
Von vielen noch als reines Wunschdenken abgetan, hat SEEBURGER gemeinsam mit Bosch nun eine RFID-Lösung umgesetzt, die diesen Ansatz Realität werden lässt: Nach RFID-Kanbanprinzipien wird jedem Kleinladungsträger eine Kanban-Karte zugeordnet, die auf ihrem Transponder Informationen wie Identifikationsnummer, Materialnummern, Fertigungsauftrag, Mengenangaben u. a. enthält. Die Kleinladungsträger werden zu Fertigungsaufträgen gebündelt und entsprechend der Produktionsplanung den Produktionslinien oder einer Folge von Produktionslinien zugeordnet. So wird auf Kleinteil-Ebene die Produktionsplanung, die Produktionsausführung und der Einlagerungsprozess gesteuert.
Bosch hat insgesamt 60 Fertigungslinien auf diese neuartige RFID-gestützte Verbrauchssteuerung nach Kanban-Prinzipien umgestellt und dazugehörige Backendprozesse automatisiert. Damit entfallen Pufferlager und der Waren-, Material- und Informationsfluss ist durchgängig RFID-gestützt, was eine höhere Transparenz und einen zügigeren Durchlauf impliziert.
"Alle größeren Unternehmen im Bereich Automotive beschäftigen sich mit RFID-Anwendungen in der internen Logistik. Wir sind stolz darauf, die Ersten zu sein, die auf Kleinladungsträgerebene ein durchgängiges und funktionierendes Konzept realisiert haben", erklärt Carsten Frost, Gruppenleiter Logistik im Robert Bosch Werk in Eisenach.
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