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eDex-Auswertung November/Dezember 2006 |
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"E-Logistik-Branche startet gut ins Jahr 2007"
Zum Jahresende haben sich Lage und Erwartung der E-Logistik-Branche weiter deutlich verbessert. Die Erwartungen stiegen auf ein Allzeithoch, die Einschätzung der derzeitigen Lage immerhin auf den besten Dezember Wert seit Einführung des eDex. Auch das Geschäftsklima erreichte mit 60 Punkten den höchsten Wert seit dem ersten eDex im Mai/Juni 2004. Damit erfüllen sich zu einem gewissen Teil die Erwartungen der Vormonate – gleichzeitig ist für 2007 eine weitere Verbesserung der Lage zu erwarten. Da die Kapazitäten schon jetzt überdurchschnittlich ausgelastet sind, werden die Unternehmen um die anfallenden Aufträge abarbeiten zu können, neue Kapazitäten schaffen müssen. Auch in der Kundenakqiuse wird es für die Branche Zeit die eingefahrenen und teilweise überholten Verhaltensweisen zu professionalisieren um den derzeitigen Aufschwung dauerhaft zu erhalten.
Geschäftslage verbessert sich
Die Geschäftslage in der E-Logistik-Branche ist in den Monaten November/Dezember weiter angezogen. Der Anteil derer, die die derzeitige Lage als schlecht beurteilen ist von 12 auf 7 Prozent gesunken, gleichzeitig stieg der Anteil derer die die Lage als gut beurteilen auf 47 Prozent. Auch die Rückschau auf die Monate September/Oktober fiel positiv aus: bei 50 Prozent der Unternehmen hat sich die Geschäftslage verbessert. Besonders Positiv wird auch die zukünftige Entwicklung gesehen. Für die ersten vier Monate des Jahres 2007 erwarten immerhin 81 Prozent der Unternehmen eine günstigere Geschäftslage, kein Unternehmen geht von schlechteren Geschäften aus.
Kosten stabilisieren sich wieder
Die Kosten in der E-Logistk sind auch in den Monaten November/Dezember sehr stabil geblieben. 76 Prozent der Befragten berichteten von gleich gebliebenen Kosten, bei nur 24 Prozent sind sie gestiegen. Auch die Zukunftserwartung ist wieder von hoher Stabilität geprägt. Glaubten bei der vergangenen Befragung noch 53 Prozent an steigende Kosten sind es nun nur noch 35 Prozent gewesen. Damit ist der Anteil derer, die für die ersten vier Monate des Jahres 2007 unveränderte Kosten erwarten (59 Prozent) wieder deutlich über den Anteil derer gestiegen, die an Kostensteigerungen glauben.
Preisentwicklung ohne Dynamik
Keine auffälligen Entwicklungen sind im Bereich der Preisentwicklung zu erkennen. Jeweils 71 Prozent der Befragten berichten von gleich gebliebenen Preisen und rechnen auch zukünftig mit unveränderten Preisen. Der Anteil derer, die von gestiegenen Preisen berichten oder an steigende Preise in den kommenden Monaten glauben ist mit 29 Prozent gleich. Positiv zu werten ist allerdings, das weder fallende Preise zu beobachten, noch in den ersten Monaten 2007 zu erwarten sind.
Kapazitäten gut ausgelastet
Im Jahresvergleich 2005/2006 zeigt sich deutlich die derzeit gute Auslastung der Kapazitäten in der E-Logistik-Branche. So hat sich in den vergangenen Monaten bei keinem Unternehmen die Auslastung verschlechtert. Auch saisonal wird die Auslastung von etwa der Hälfte (53 Prozent) der Unternehmen als gut und von der anderen Hälfte (47 Prozent) als normal eingeschätzt. Kein Unternehmen beurteilt 2006 seine Auslastung saisonal als schlecht. Im Jahr 2005 waren das immerhin noch 9 Prozent der Befragten. Aufgrund der hohen Auslastung ist die Zukunftserwartung in diesem Segment naturgemäß nicht mehr so positiv wie im Jahr 2005. Glaubten damals noch 63 Prozent an steigende Auslastungen der Kapazitäten sind es zum Jahresende nur noch 50 Prozent gewesen. Scheinbar nähert sich die Kapazitätsauslastung dem Maximum so dass die Unternehmen gezwungen sein werden neue Kapazitäten zu schaffen.
Diskussionen um Transportkettensicherheit nutzen RFID
Die Sicherheitsgesetze in den USA zwingen in den nächsten Jahren die Häfen und Flughäfen zu verbesserten Sicherheitsstandards. Auf EU-Ebene wird daher derzeit z.B. um die Hafen-Sicherheitsrichtlinie gerungen. Wie auch immer der Streit um die Richtlinien ausgeht wird die lückenlose Nachverfolgbarkeit von Gütern immer ein wesentlicher Bestandteil von logistischen Sicherheitskonzepten sein. Die Unternehmen der eLogistikbranche glauben zum größten Teil, dass diese Diskussionen um die Transportkettensicherheit dazu führen können, moderne Technologien wie z.B. RFID mit noch größerer Dynamik umzusetzen als es heute der fall ist. Immerhin ein Viertel der Unternehmen glaubt jedoch, dass die Nachverfolgbarkeit von Waren auch ohne Sicherheitsstandards immer wichtiger werden wird. Nur 6 Prozent der Befragten sieht in dieser Diskussion die Gefahr, dass insbesondere Fragen eines übermäßigen Datenschutzes durch die Diskussion neu befruchtet werden.
Kundensuche läuft über das Internet
Die Arbeit für neue Kunden ist ein wichtiger Baustein für eine Innovative und zukunftgerichtete Geschäftspolitik von E-Logistik-Unternehmen. Das verharren im Angestammten "sicheren" Kundenstamm dagegen stellt eine Gefahr für den Fortbestand des Unternehmens dar. Die Mehrzahl der Unternehmen der Branche betreibt aus diesem Grund eine systematische Suche nach neuen Kunden. Dabei spielt das Internet mittlerweile die größte Rolle. Alle Befragten Unternehmen gaben an, dieses Medium zu nutzen um neue Kunden zu finden. Für die E-Logistik-Branche erstaunt dieses Ergebnis nicht. Dann folgt das Networking auf Branchenveranstaltungen und Messen. Immerhin noch 67 Prozent der Unternehmen nutzen Fachzeitschriften für die Neukundensuche. Die Hilfe von Beratern oder Studien wird dagegen eher selten in Anspruch genommen. Scheinbar stützen sich die Bemühungen der Kundensuche bei E-Logistikern bisher eher auf hausgemachte und kostengünstige Konzepte. Große Konzerne lassen sich dagegen mehr und mehr bei der Kundensuche professionell helfen und nutzen aufwendige Studien sowie Datenbanken und externen Sachverstand.
Frankreich als eLogistikmarkt eher uninteressant
Der französische E-Logistikmarkt erscheint für die Unternehmen der E-Logistikbranche uninteressant zu sein. 81 Prozent der Befragten gaben an nicht zu planen auf diesem Markt tätig zu werden. Nur 12 Prozent sind bereits in Frankreich tätig oder planen einen Markteinstieg. Das erstaunt ein wenig, ist Frankreich doch einer unserer wichtigsten Nachbarn und besitzt große und erfolgreiche Logistikunternehmen. Anscheinend ist die in der Zusammenarbeit mit Franzosen immer wieder genannte Sprachbarriere auch für E-Logistik-Projekte ein Problembereich.
(Mehr Artikel von Logistik für Unternehmen )
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Was morgen die Praxis bestimmt, steht heute schon in Logistik für Unternehmen |
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