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Ende 2003 war das logistische Ziel bei der Pierburg GmbH, durch automatisierten Datenaustausch insgesamt rund 400 Lieferanten zu integrieren. Stefan Kosiedowski, Projektleiter bei Pierburg erinnert sich: "Was als Vision begann, ist mit dem Roll-out von AX4 mittlerweile erfolgreiche Realität." Knapp drei Jahre ist die Logistikplattform der Frankenthaler AXIT AG nun im Einsatz. Die Zahl der angebundenen Lieferanten stieg während der Anlaufphase kontinuierlich an. Inzwischen arbeiten knapp 300 Lieferanten mit AX4, vier deutsche Werke sowie jeweils ein Werk in Tschechien, Frankreich und USA sind angebunden, weitere Werke sollen folgen.
Mit 3.480 Mitarbeitern bietet Pierburg durch seine weltweite Präsenz an zwölf Produktionsstandorten seinen Kunden aus der Automobilindustrie individuelle Systeme, Module und Komponenten zur Luftversorgung, Schadstoffreduzierung, Kühlung und Schmierung. Pierburg sucht intensive und langfristige Beziehungen zu Lieferanten, um gemeinsam ein Optimum an Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit zu erreichen. Getreu dem Motto: Erfolg beim Kunden durch innovative Ideen und neueste Technologien, entschied sich Pierburg Ende 2003 für den Einsatz der internetbasierten Logistikplattform AX4. Eine Plattform zum automatisierten Datenaustausch mit den verschiedenen Lieferanten war genau die Lösung, die Kosiedowski vorschwebte.
Davor erhielten die Lieferanten von Pierburg ihre Lieferabrufe via Fax. Dies hatte hohe Kommunikationskosten sowie einen zusätzlichen Aufwand zur Erfassung der Bestelldaten in den internen Systemen der Lieferanten zur Folge. "Dieser Kostentreiber ist seit dem Einsatz von AX4 Geschichte", freut sich Kosiedowski. Dabei stellt die Plattform weit mehr dar, als nur eine klassische Anbindung per Web-EDI: Neben der Übermittlung von Lieferabrufen an die Lieferanten und einer automatischen Rückmeldung von Lieferscheindaten, versendet AX4 an die Pierburg Werke automatisch Warnungen per eMail, wenn der Lieferant die bestellten Waren nicht in der gewünschten Anzahl bereitstellen kann.
Der Einsatz dieses AX4 Supply Chain Event Management stellt sicher, dass Pierburg – anstelle einer unkontrollierten Informationsflut – ganz gezielt nur über die Ereignisse informiert wird, für die eine Abweichung zum Regelverlauf festgestellt wird.
Die Einführung von AX4 benötigte nur sehr geringe IT-Ressourcen, da nichts lokal in den Systemen der Anwender implementiert werden muss. AX4 wurde parallel zu SAP R/3 bei Pierburg eingeführt, um von dort die Lieferabrufe übernehmen zu können.
AX4 – die Plattform für ein ganzheitliches Supply Chain Management
Seit dem Einsatz von AX4 wurden mittlerweile rund 300 Lieferanten, vier Werke in Deutschland, je ein Werk in Frankreich, Tschechien und in USA erfolgreich angeschlossen. In drei deutschen Werken läuft über AX4 Vendor Managed Inventory (VMI). AX4 ist mit dem Lagerverwaltungssystem von Pierburg verbunden. Hierüber sehen die Lieferanten ihre Bestände und steuern eigenverantwortlich die Nachbevorratung. AX4 zeigt an, ob sie sich unter Minimum, Melde- oder über Maximalbestand befinden. Visualisiert wird dies zudem in den Farben einer Ampel. Die Berechnung der jeweiligen Bestandsgrenzen erfolgt dynamisch und angepasst an die übermittelten Lieferabrufe. Mithilfe von AX4 ist es gelungen, diesen Prozess zu implementieren, der zu deutlichen Einsparungen an Bestandskosten in den Pierburglagern führt. Der Einsatz von AX4-VMI ist für weitere Werke geplant.
Darüber hinaus wird ab Oktober eine Lieferantenqualitätsbeurteilung für Pierburg in AX4 abgebildet. Die zur Bewertung relevanten Daten werden aus dem SAP-System bei Pierburg in AX4 importiert und gemäß einem von Pierburg vorgegebenen Gerüst dargestellt. Diese beinhalten zum Beispiel fehlerhafte Mengen, Einhaltung der Liefertermine, Anzahl Reklamationen etc. Die Lieferanten, die heute ohnehin schon in AX4 integriert sind, erhalten mit der Lieferantenbewertung eine Zusatzfunktion über die sie sich jederzeit ihre eigene Bewertungseinstufung in verschiedenen Detaillierungsstufen per Web abrufen können. Jeder Lieferant soll künftig jederzeit seine Qualitätsdaten einsehen können. Ein weiterer Schritt in Richtung Transparenz und schlussendlich in Richtung Kosteneinsparungen und Effizienz.
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