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DaimlerChrysler startet Pilottest mit neuer Lkw-Kombination in der Region Stuttgart |
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Ab heute fährt im Großraum Stuttgart eine neuartige Lastzugkombination mit 60 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Der Transport verkehrt zwischen den DaimlerChrysler-Werken im Neckartal und dem Logistikzentrum des Werkes Sindelfingen. Auf der gerade eröffneten IAA Nutzfahrzeuge in Hannover wird diese Lastzugkombination von Nutzfahrzeug- und Auflieger-Herstellern als "EuroCombi" vorgestellt - bei DaimlerChrysler heißt er "Ecocombi". Zur intensiven Praxiserprobung wurde in Abstimmung mit dem Innenministerium Baden-Württemberg dieser zweijährige Pilottest im Werksverkehr zwischen Stuttgart und Sindelfingen konzipiert.
Die Lastzugkombination besteht aus einem dreiachsigen Lastwagen, an dem über ein so genanntes "Dolly", d.h. ein kurzes Chassis mit Deichsel und Sattelkupplung, ein Sattelauflieger an den Lastwagen angehängt werden kann, sowie dem Sattelauflieger selbst. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 60 Tonnen bei einer Fahrzeuglänge von 25,25 Metern. Durch die nunmehr acht Achsen des Lastzuges verringern sich die Achslasten teilweise um über zwei Tonnen pro Achse gegenüber einem heutigen 40-Tonnen-Sattelzug. Dies trägt zu einer deutlichen physischen Entlastung der Straßen bei. Zudem können dadurch Kraftstoffverbrauchauch und Schadstoffemissionen deutlich reduziert werden. Zusätzlich ist das Fahrzeug mit den neuesten innovativen Sicherheitssystemen ausgestattet.
Diskutiert wurde der Modellversuch in seinen Einzelheiten bereits in der Vorbereitungsphase vom Innenministerium Baden-Württemberg, dem Regierungspräsidium Stuttgart und den Straßenverkehrsbehörden. Das Bundesministerium für Verkehr, Bauwesen, Städtebau und Raumordnung (BMVBS) hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) beauftragt, Chancen und Risiken solcher neuartigen Fahrzeugkombinationen umfassend zu analysieren. Deshalb begleitet die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) den Feldversuch und wertet die Daten als Gutachter für das Bundesverkehrsministerium aus. Ziel ist eine objektive Bewertung, ob längere und schwerere Nutzfahrzeugkombinationen im Güterkraftverkehr zu einer Entlastung von Umwelt und Straßenverkehr beitragen können.
Durch die enge Kooperation ergeben sich Vorteile für alle Beteiligten: DaimlerChrysler kann innovative Fahrzeugkonzepte im Alltagsbetrieb des Güterkraftverkehrs testen und die BASt nutzt Versuchsfahrzeuge von DaimlerChrysler zur Durchführung von detaillierten technischen Untersuchungen. Alle aus dem Pilotversuch resultierenden Ergebnisse zu den Themen Fahrzeugtechnik, Energieeinsparung, Umweltentlastung, wie auch Soziologie und Logistik stehen den beteiligten Behörden zur Verfügung. Damit gehen sie in den Gesamtbericht der BASt zur Bewertung neuer Fahrzeugkombinationen für die oberste Bundesbehörde, das Bundesverkehrsministerium, ein. Aber auch die beteiligten Landesbehörden erhalten zusätzliche Informationen für künftige verkehrspolitische Entscheidungen.
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