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Auswertung der eDex-Befragung von Januar/Februar 2006 |
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Die befragten Unternehmen der Informations- und E-Logistics-Branche glauben, dass insbesondere kleine Logistik-Unternehmen im IT-Bereich hohen Nachholbedarf haben. Neben dem Aufbau von eigenem IT-Know-how, können die teilweise hohen Anforderungen der Auftraggeber von komplexen Logistikprojekten auch mit der Hilfe von spezialisierten IT-Dienstleistern gemeistert werden.
Die Geschäftslage in der Informations- und E-Logistics-Branche hat sich nach Einschätzung der befragten Unternehmen im Januar/Februar nochmals verbessert. 56 % von ihnen beurteilen die derzeitige Lage als gut und 38 % als normal. Auch die vergangenen zwei Monate werden positiver eingeschätzt. So hat sich für kein Unternehmen in diesem Zeitraum die Lage verschlechtert, sondern für 56% sogar verbessert. Diese äußerst positive Lage hat allerdings zur Folge, dass die Zukunftserwartung ein wenig nüchterner werden – wobei noch immer 63 % der Unternehmen von einer günstigeren Lage in den nächsten vier Monaten ausgehen.
Leistungsvielfalt erhöht sich weiter
Die Leistungsumfang der Unternehmen der Informations- und E-Logistics-Branche erhöht sich seit der ersten Abfrage im Juli/August 2004 kontinuierlich. Auch in der aktuellen Befragung gehen wieder 81 % der Unternehmen von einer sich weiter erhöhenden Leistungsvielfalt aus. Während sich im Bereich der Industrie und des Handels die Unternehmen zunehmend auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, weiten die Dienstleister ihre Aktivitäten immer weiter aus und schaffen immer neue kundenindividuelle Lösungen. Das IT-Outsourcing der Auftraggeber gibt dieser Entwicklung noch weiteren Schwung.
Logistik-Dienstleister brauchen IT-Kompetenz
Insbesondere kleineren Logistik-Dienstleistern wird von Ihren Auftraggebern oft mangelnde IT-Kompetenz vorgeworfen. Die befragten Informations- und E-Logistics-Unternehmen sehen das ähnlich. Zwei Drittel von ihnen denken, dass tatsächlich ein direkter Zusammenhang zwischen der Unternehmensgröße und ihrer IT-Kompetenz besteht. Diese Einschätzung erklärt sich mit den strukturellen Problemen dieses Branchensegmentes. So sind die kleinen Logistik-Dienstleister vor allem im niedrigmargigen Bereich der Transportdienstleistung tätig und können kaum Mittel für notwendige IT-Investitionen erwirtschaften. Unstrittig ist in der Branche, dass die Dienstleister IT-Kompetenz benötigen, um große Logistik-Outsourcing-Projekte in Industrie und Handel stemmen zu können (Bild 1).
Systemanbindungen und -integrationen, Datenübernahmen, Programmierung von Schnittstellen und Einführung neuer kundenindividueller IT-Systeme binden nicht nur Mitarbeiter und Kapital, sondern stellen das IT-Know-how der Logistik-Dienstleister auf eine harte Probe. Die befragten Unternehmen der Informations- und E-Logistics-Branche sind sich jedoch relativ einig, wie diesen Herausforderungen am besten beizukommen ist. Nur 32 % glauben, das die Logistik-Dienstleister ein so weitgehendes IT-Know-how aufbauen müssen wie sie selbst (Bild 2).
Alle anderen befragten Unternehmen meinen, dass die enge Zusammenarbeit mit einem IT-Dienstleister entweder in der Anfangsphase des Logistikprojektes oder während der gesamten Abwicklung ausreicht, um die hohen IT-Anforderungen meistern zu können.
Ist Polen ein E-Logistics-Entwicklungsland?
Die Sonderfrage der aktuellen Umfrage befasste sich mit der zukünftigen Entwicklung des polnischen Marktes für die Informations- und E-Logistics-Branche. Immerhin 12 % der befragten Unternehmen sind bereits in Polen tätig. Allerdings schätzen nur die Hälfte von ihnen ihr eigenes Geschäft dort als wachsend ein. In der allgemeinen Einschätzung glauben allerdings 50 % der Unternehmen an das wachsende Potenzial des polnischen Marktes. Die andere Hälfte der Unternehmen geht von einer immerhin gleich bleibenden Entwicklung aus. Kein Unternehmen glaubt an eine nachlassende Bedeutung des E-Logistics-Marktes in Polen. Bei dieser eher positiven Einschätzung verwundert es doch sehr, dass 88 % der Unternehmen derzeit keinen Einstieg in den polnischen Markt planen. Wahrscheinlich werden bei aller Euphorie in Osteuropa bisher die Informations- und E-Logistics-Projekte doch eher in den westeuropäischen Firmenzentralen durchgeführt.
(Mehr Artikel von Logistik für Unternehmen )
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