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Cargolifter-Werft soll Tropenlandschaft werden |
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In der Produktionshalle des zusammen-gebrochenen Luftschiffunternehmens Cargolifter soll der weltgrößte künstliche Regenwald mit zwei Hotel-Anlagen entstehen. Ein bisschen was vom Luftschiff-Traum soll erhalten bleiben. Der Gläubigerausschuss Cargolifters sprach sich für eine Auffanglösung mit der börsennotierten Tanjong Public Ltd. (Malaysia) und Colin Au (Großbritannien) aus, teilte der Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning am späten Mittwochabend mit. Das Kaufangebot der Gruppe soll bis 15. Juli abschließend verhandelt und die Verträge unterzeichnet werden. Das Konsortium will zunächst 70 Mio. Euro und in einem späteren zweiten Schritt weitere 50 Mio. Euro investieren.
In der Endausscheidung standen fünf Bieter oder Bietergemeinschaften, darunter drei mit dem Schwerpunkt Fracht-/Luftschiffbau. Das Konsortium Tanjong/Au soll das höchste und konkreteste Angebot vorgelegt haben, heißt es in Verhandlungskreisen. Mit der Touristik-Lösung sind die Hoffnungen auf einen Luftschiffbau in der Cargolifter-Halle in Brand bei Berlin sowie eine Renaissance des Baus großer Luftschiffe jedoch endgültig gescheitert.
Das Konsortium möchte zwar das Besucherzentrum zum Thema Luftschiffe wieder eröffnen und sei auch an der Realisierung eines Lufttechnologie-Centers interessiert. Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig in der künstlichen Tropenlandschaft "Tropical Island", ähnlich dem im Frühjahr 2001 eröffneten Eden-Project im südenglischen Cornwall mit bisher weit über einer Million Besuchern.
Über die Einzelheiten der Kaufofferte wurde nach Angaben des Insolvenzverwalters Stillschweigen vereinbart. In der ersten Stufe rechnet der Konzern mit etwa 500 Arbeitsplätzen, nach dem vollen Ausbau sollen allein im Kernbereich rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt sein. Ein Sprecher der brandenburgischen Investitionsbank ILB sprach von einer "erfreulichen Nachricht für den Standort Brand, wenn die Investoren ihre Pläne umsetzen"
(Originalartikel )
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