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eDex September/Oktober 2005: RFID-Technolgie muss noch viele Hindernisse überwinden |
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Der Anwenderkreis der RFID-Technologie vergrößert sich täglich. Die Logistik-Experten sind sich jedoch einig, dass die Barcode-Technologie noch über einen langen Zeitraum parallel eingesetzt wird. Der Grund liegt u.a. an den technischen Grenzen von RFID. Dabei stellen Probleme mit geringen Leseraten oder Reichweiten nach Einschätzung der befragten Unternehmen nur kurzfristige Hemmnisse dar. Größere Probleme sehen sie bei der Lösung der Inkompatibilität der verschiedenen Systeme und den Schwierigkeiten in der Anwendung bei Flüssigkeiten und Metallen.
Bei den monatlichen Eingangsfragen zum Geschäftsklima erreichten die Ergebnisse wieder ein stabiles Niveau. Zwar nimmt die momentane geschäftliche Lage eine positivere Entwicklung ein, als es im Befragungszeitraum des vergangenen Jahres der Fall war, jedoch erreichen die Erwartungen an die zukünftige Geschäftsentwicklung nicht das hohe Niveau aus dem Vorjahr. Die zurückhaltende Erwartungshaltung kann im Zusammenhang mit der aktuellen Kostenund Preisentwicklung gesehen werden. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet zum Abschluss des aktuellen Geschäftsjahres mit einer Kostensteigerung. Gleichzeitig werden die Preise für die Kunden stabil bleiben.
Trotz der momentan angespannten Kostensituation in den Unternehmen bleibt die eLogistics- und Informationslogistik-Branche ein wichtiger Baustein für den Arbeitsmarkt. Zurückblickend auf das vergangene halbe Jahr haben wieder mehr Unternehmen Personal eingestellt (30 Prozent) als Personal abgebaut (13 Prozent). Auch künftig planen mehr Unternehmen einen weiteren Beschäftigungsauf- als einen Beschäftigungsabbau. Jedoch fällt dieser Anteil mit 35 Prozent wesentlich geringer aus, als es im Vergleichszeitraum des Vorjahres (55 Prozent) und der Befragung im März/April 2005 (50 Prozent) der Fall war.
RFID-Technologie benötigt weiterhin viel Entwicklungszeit
In der ersten eDex Befragung im Juni 2004 ist die Mehrzahl der Befragten (82 Prozent) davon ausgegangen, dass die Barcode-Technologie und die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) noch lange nebeneinander bestehen bleiben. Diese Einschätzung basierte nicht nur auf der Bewertung von Kosten und Nutzen, sondern auch auf dem aktuellen Entwicklungsstand der RFID-Technologie. Auch heute, ein Jahr später, existieren noch viele Hemmnisse, die nach Einschätzung der Befragten in den nächsten Jahren noch nicht überwunden werden.
Insbesondere bei dem Problem der Inkompatibilität zwischen den Produkten der verschiedenen Hersteller sehen die Unternehmen keine mittelfristige Lösung. Ein Viertel der Unternehmen ist sogar davon überzeugt, dass das Problem der Inkompatibilität erst nach 2010 gelöst werden kann. Ein weiteres Hindernis, das die RFID-Technologie zu überwinden hat, ist die Anwendung der Technologie bei Metallen und Flüssigkeiten. Diese können die Warenkennzeichnung mit RFID-Etiketten erheblich behindern. Obwohl Unternehmen bereits Lösungen entwickelt haben, wie z.B. ein Etikett für Paletten und Kartons, ist die Mehrheit der befragten Unternehmen nicht davon überzeugt, dass dieses Problem innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre gelöst sein wird. Themenfelder wie geringe Leserate oder geringe Reichweite stellen RFID hingegen nicht mehr vor großen Herausforderungen.
Büromiete und Nähe zu F&E sind die wichtigsten Standortkriterien
Für die eLogistics- und Informationslogistik-Branche zählt die Verfügbarkeit von günstigen Büroräumen zum wichtigsten Kriterium bei der Standortwahl. Daneben besitzt die Nähe zu einem innovativen Umfeld aus Sicht der befragten Unternehmen eine wesentliche Bedeutung. Ein Beispiel für die positive Entwicklung von Standorten stellt die Stadt Dortmund dar. Die Zukunftsbranchen Informationstechnologien, Mikrotechnik und Logistik zählen mittlerweile zu den neuen Führungsindustrien des ehemaligen Zentrums für Kohle und Stahl. Dortmund ist Sitz zahlreicher Forschungseinrichtungen und Verbände der Logistikwirtschaft wie dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik. Neben dem Diplomstudiengang Logistik gibt es an der Universität Dortmund und der Fachhochschule Dortmund eine Reihe weiterer logistikrelevanter Lehrstühle.
Großbritannien - ein Markt für eLogistics?
Die deutschen Transport- und Logistikunternehmen entdecken zunehmend den britischen Markt für ihre geschäftlichen Aktivitäten. Erst kürzlich haben die Unternehmen DHL und IHG Logistics (Interspe Hamann group) die Präsenz auf dem britischen Markt durch Unternehmensbeteiligungen gestärkt. Bei einer Befragung zur Einschätzung des britischen Logistikmarktes beurteilten dementsprechend fast 30 Prozent der Transport- und Logistikunternehmen aus Deutschland die Bedeutung des Marktes als wachsend. Die eLogistics- und Informationslogistik-Branche hingegen zeigt sich von dieser Entwicklung unberührt. Die Mehrheit der Befragten (82 Prozent) geht von einer gleich bleibenden Bedeutung aus. Nur 12 Prozent der befragten Unternehmen sehen Potentiale für ein Wachstum des britischen Logistikmarktes. Dies entspricht auch der aktuellen Geschäftstätigkeit der Unternehmen: Fast 40 Prozent der befragten Unternehmen sind bereits auf den britischen Markt tätig. Davon verzeichnet die Mehrheit der Unternehmen eine konstante Geschäftstätigkeit. Nur 13 Prozent der teilnehmenden Unternehmen planen einen Markteintritt.
(Mehr Artikel von Logistik für Unternehmen )
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