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eDex Juli/August 2005: Kundenanforderungen für IT-Leistungen steigen
Das Geschäftsklima in der Informations- und eLogistics-Branche bleibt auf einem hohen Niveau. Im Juli und August 2005 konnten die Unternehmen in der aktuellen eDex-Befragung im Vergleich zum Vorjahr sogar auf eine bessere Geschäftslage zurückblicken. Ein Grund dafür ist die anhaltend gute Entwicklung der Umsätze. Laut Unternehmen steht das Thema IT-Security sowie IT-Infrastruktur an vorderster Stelle der Kundenbedürfnisse. Auch die Gewährleistung der Mobilität mit Hilfe von neuen WLAN-Technologien besitzt in der Prioritätenliste der Kunden eine hohe Bedeutung.

In den zurückliegenden Sommermonaten hat sich das Geschäftsklima in der Informations- und eLogistics-Branche kaum verändert und bleibt auf einem hohen Niveau. 58 Prozent der befragten Unternehmen schätzten die Geschäftslage im Juli und August als normal und 38 Prozent sogar als gut ein. Damit erreicht die aktuelle Umfrage nahezu den bisherigen Höchstwert zum Jahresanfang.

Der Anteil der Unternehmen mit einem Umsatzanstieg ist im Vergleich zum Befragungszeitraum am Jahresanfang jedoch zurückgegangen. Konnten im Januar/Februar noch 57 Prozent der Befragten auf eine Erhöhung ihres Umsatzes zurückblicken, so sind es aktuell nur 42 Prozent. Diese Entwicklung entspricht jedoch dem Befragungsergebnissen aus dem Vorjahr und ist saisonal normal. Im Gesamtbild setzt sich der positive Trend fort, dass weitaus mehr Unternehmen Umsatzsteigerungen verwirklichen können, als Unternehmen die Umsatzeinbußen hinnehmen müssen.

In der aktuellen Befragung waren jedoch wieder mehr Unternehmen mit Kostensteigerungen konfrontiert (31 Prozent). Eine Entspannung der Situation ist jedoch in Sicht. Nur 12 Prozent der Unternehmen glaubt an einen weiteren Anstieg der Kosten in den nächsten vier Monaten.

Bei der Frage nach der Preisentwicklung sind in immerhin noch für 15 Prozent der Unternehmen Preissenkungen unumgänglich gewesen. Dabei sahen sich jedoch nur 4 Prozent der Teilnehmer in der Lage, eine entsprechende Preiserhöhung bei ihren Kunden durchzusetzen.

Spektrum der angebotenen Leistungen erweitert sich

Die Tendenz steigender Leistungsvielfalt setzt sich in der Informations- und eLogistics-Branche weiter fort. Die steigenden Kundenanforderungen führen dazu, dass sich in 85 Prozent der Unternehmen das Spektrum der angebotenen Leistungen im Verlauf der letzten zwölf Monate erhöht hat.

Die elektronische Übertragung von Geschäftsdokumenten, z.B. Bestellungen und Rechnungen, wird immer wichtiger. Der vermehrte elektronische Datenaustausch zwischen den Unternehmen fordert zunehmend aber auch die IT-Sicherheit. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen haben erkannt, dass dieser elementare Bereich einen sehr hohen Stellenwert bei ihren Kunden besitzt.

Die zunehmenden Anforderungen an die IT-Sicherheit sowie die schnelle und flexible Reaktion auf geänderte Anforderungen bewirken aber auch, dass der IT-Infrastruktur seitens der Kunden eine wichtige Bedeutung beigemessen wird. Dabei liegt der Fokus auf ausfallsichere und flexible IT-Infrastrukturen, die kontinuierlich den Anforderungen entsprechend Geschäftsprozesse und Anwendungen funktional sichern. Eng verbunden mit dem Thema Security ist auch die unaufhaltsame breite Einführung von kabellosen Netzwerken (WLAN). Diese stellt die Kunden der befragten Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Es gilt einerseits den Vielfalt an Endgeräten und Applikationen einzuschränken, andererseits Prozesse ausfindig zu machen, in denen sich durch den Einsatz mobiler Technik, Produktivitätsgewinne erzielen lassen.

RFID-Einsatz vorerst stark im Automotive und Textilbereich

Die Automobil-Industrie ist in der Logistik schon immer Ideengeber und Motor für neue Konzepte und Technologien. Dementsprechend gehen auch fast 70 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren der Einsatz von RFID-Technologien vor allem in der Automobil-Zulieferindustrie Einzug halten wird. Weitere 52 Prozent sehen dabei auch die weitere Fahrzeugindustrie weit vorne in der Umsetzung. Verwendet werden die RFID-Transponder im Automobil-Bereich z.B. für elektronische Wegfahrsperren und zur Reifendrucküberwachung. Die Volkswagen AG managt mit Hilfe von RFID den Bestand ihrer CKD-Transportbehälter.

Als Mitinitiator der RFID-Bewegung entwickelt sich auch die mittelständisch geprägte Textil- und Bekleidungsindustrie als Umsetzungsgarant in den nächsten Jahren. Nachdem Gerry Weber zusammen mit der Kaufhof Warenhaus AG bereits seit 2003 die RFID-Technologie erfolgreich testet und eingesetzt, erprobt neuerdings auch das Essener Traditionshaus Karstadt die Kennzeichnung von Textilien mit RFID-Transpondern.

Niederlande sind wichtiger Markt

Die wirtschaftlichen Bindungen zwischen Deutschland und den Niederlanden sind traditionell eng und vielschichtig. Dementsprechend fällt es den meisten Unternehmen nicht schwer, eine Einschätzung zur Bedeutung des Logistikmarktes unseres westlichen Nachbarn abzugeben. Dass 41 Prozent dieser Teilnehmer davon überzeugt sind, dass der niederländische Logistikmarkt eine wachsende Bedeutung aufweist, ist dabei nicht verwunderlich. Der Dienstleistungssektor hat sich in den Niederlanden längst zum größten Wirtschaftszweig entwickelt.

Die wichtigste Branche innerhalb dieses Sektors ist der Handel, gefolgt vom Transport- und Kommunikationssektor. Dabei weist vor allem die Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) ein hohes Wachstumspotenzial auf. Über 40 Prozent der Unternehmen sind bereits geschäftlich in den Niederlanden aktiv. Davon verzeichnen fast 20 Prozent eine wachsende Geschäftstätigkeit mit dem Land der wichtigen Nordseehäfen Amsterdam und Rotterdam. (Mehr Artikel von Logistik für Unternehmenmehr)
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Datum: 04.11.2005
Quelle: Logistik für Unternehmen
Redakteur: ew
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