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eDex Mai/Juni 2005: eLogistics unterstützt Prozessintegration
Wie wichtig Informationslogistik und eLogistics-Lösungen für den Logistik-Alltag sind, zeigt die anhaltend gute Kapazitäts-Auslastung der Branche in der aktuellen eDex-Befragung. Dabei sind die Anbieter überzeugt, vor allem die Prozess-Orientierung in und zwischen den Unternehmen zu fördern. Als wichtigste Herausforderung für die Zukunft sehen die Befragungs-Teilnehmer jedoch ganz klar die Harmonisierung der eBusiness-Konzepte.

Nachdem die Geschäftslage der Informationslogistik und eLogistics-Branche im ersten Quartal von einem Einbruch der geprägt war, erholt sie sich zum Sommerauftakt wieder. Fast 40 Prozent der Befragten sehen eine Verbesserung der geschäftlichen Lage. Der Rest verzeichnet zumindest eine gleich bleibende Geschäftsentwicklung. Auch die derzeitige Lage wird von der Mehrzahl der befragten Unternehmen als saisonal normal oder sogar als gut beurteilt. Nur sieben Prozent der Unternehmen empfinden die momentane Geschäftslage als saisonal schlecht. Optimistisch wird auch in die Zukunft geschaut: Die Hälfte der Unternehmen ist davon überzeugt, dass sich in den nächsten vier Monaten die geschäftliche Lage weiter verbessern wird.

Die Preise für die erbrachten Leistungen bleiben dabei laut 82 Prozent der teilnehmenden Unternehmen in der nächsten Zeit unverändert. Die angespannte Kostensituation in den Unternehmen bleibt aber erhalten.

Entwicklung der Kapazitätsauslastung bleibt positiv

Die Kapazitäts-Auslastung der teilnehmenden Unternehmen hat sich im Vergleich zum selben Befragungs-Zeitraum im vergangenen Jahr leicht verbessert. Während im Mai/Juni 2004 noch 18 Prozent der Unternehmen auf einer Verschlechterung ihrer Kapazitäts-Auslastungen zurückblickten, sind es im Mai/Juni 2005 nur noch vier Prozent der Unternehmen. Auch aktuell wird die Auslastung der Kapazitäten saisonal besser eingeschätzt als noch vor einem Jahr (Bild). Damals bezeichneten noch 23 Prozent der Teilnehmer die Auslastung als saisonal schlecht; derzeitig sind es lediglich noch vier Prozent. Gegenüber den Befragungs-Ergebnissen aus dem Zeitraum November/Dezember 2004 hat sich die Situation allerdings leicht verschlechtert: Zum Ende des vergangenen Jahres blickten noch 53 Prozent auf eine verbesserte Kapazitätsauslastung zurück (aktuell: 46 Prozent) und 40 Prozent bezeichneten die derzeitige Lage als saisonal gut (aktuell: 32 Prozent).

eLogistics unterstützt vor allem die Prozessintegration

Aufgrund des anhaltenden Trends zum Outsourcing sind Logistik-Dienstleister gefordert, sich in die komplexen Supply Chains ihrer Kunden zu integrieren und transparente Strukturen innerhalb dieser Ketten aufzubauen. Dabei ist die Hälfte der befragten Unternehmen fest davon überzeugt, dass eLogistics vor allem die Prozess-Orientierung in und zwischen den Unternehmen fördert und das Zusammenfügen von eBusiness-Aktivitäten und dem Supply Chain Management erst ermöglicht.

Über 30 Prozent der Unternehmen glauben, dass der Trend zur Fremdvergabe höherwertiger Logistik-Dienstleistungen durch eLogistics gestärkt wird. Weitere 36 Prozent der Unternehmen stimmen dieser Aussage zum überwiegenden Teil zu. Das Ergebnis dieser Befragung zeigt deutlich: Nachdem die Anfangsjahre der eLogistics von der Schaffung neuer Marktplätze geprägt waren, findet derzeit eine Verschiebung von der punktuellen Betrachtung von einzelnen Tools zu einer integrierten Lösung von Prozessen statt. Das Thema Marktplätze gehört für die Mehrzahl der Unternehmen nicht mehr zu den interessanten Bereichen.

Als wichtigste Herausforderung für die Zukunft sehen drei Viertel der teilnehmenden Unternehmen die Harmonisierung der vorhandenen eBusiness-Konzepte - 36 Prozent der Unternehmen stimmen der Aussage dabei vollständig und 39 Prozent überwiegend zu. Eine weitere zentrale Herausforderung sehen die Unternehmen in der internen Organisations-Verantwortung. Dass die Lösungen eine noch zu geringere Integrationskraft besitzen, zeigten bereits die vorhergegangenen Befragungen. So sahen in der Befragung von November/Dezember 2004 73 Prozent das Problem der mangelnden Nutzung von Telematiksystemen in der unzureichenden Kompatibilität der verwendeten Programme.

Japan: Neuland trotz starker Wirtschaftsbeziehungen

Das "Land der aufgehenden Sonne" stellt den zweitgrößten Binnenmarkt der Welt, zwei Drittel der Wirtschaftsleistung Asiens werden von Japan erbracht. Der Handel zwischen Japan und Deutschland ist traditionsreich und stark ausgeprägt. In den letzten Jahren herrschte jedoch ein deutliches Ungleichgewicht: Japan exportierte stets Waren und Dienstleistungen in etwa doppelt so hohem Wert nach Deutschland wie umgekehrt. Das erklärt, warum die Hälfte der befragten Unternehmen keine Einschätzung zur Bedeutung des Logistikmarktes in Japan abgeben konnte. Von den restlichen 50 Prozent bewerten nur 43 Prozent der Unternehmen den Logistikmarkt als wachsend (China: 71 Prozent) - und das, obwohl sich Deutschland vom Frühjahr 2005 bis zum Frühjahr 2006 als aktiver und attraktiver Wirtschaftspartner in Japan präsentiert. Gerade für mittelständische Unternehmen aus Deutschland wird eine große Chance in der Phase der wirtschaftlichen Umstrukturierung Japans gesehen. Und insbesondere der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien wird seitens Japans als einer der wichtigsten Märkte für ausländische Investitionen definiert. Bisher sind aber nur sieben Prozent der befragten Unternehmen auf dem japanischen Markt tätig und mit ebenfalls sieben Prozent planen nur wenige einen Markteintritt.
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Datum: 06.09.2005
Quelle: Logistik für Unternehmen
Redakteur: ew
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