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ÖBB bauen innovativen Kombi-Terminal |
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Die ÖBB-Forschungs- und Entwicklungswerkstatt stellte kürzlich die Pläne zu einem "innovativen Umschlagsterminal" (IUT) vor, mit dem Österreichs Bundesbahnen KLV-Züge künftig schneller abwickeln wollen. In einer Probe-Anlage in Wien soll im weltweiten Vergleich mit ähnlichen Anlagen die optimale Abfertigung eines KLV-Zuges getestet werden.
Österreichs Bundesbahnen (ÖBB) werden noch in diesem Jahr auf dem Wiener Nordwestbahnhof gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung einen "innovativen Umschlagsterminal" (IUT) errichten. Dort soll die optimale Abfertigung eines KLV-Zuges in möglichst kurzer Zeit in Tests ermittelt werden. Das Herzstück der Anlage ist ein neuartiger Kran für den Containerumschlag, mit dessen Hilfe der Umschlag in die Teilschritte Entladen und Lagern zerlegt werden soll, um damit Züge schneller abwickeln zu können (Bild). Den Verladern und ÖBB-Kunden wurde das Projekt im Rahmen einer Veranstaltung der ÖBB-Forschungs- und Entwicklungswerkstatt im Tech Gate in Wien vorgestellt.
Die Vorgaben sind klar formuliert: Der Kombi-Umschlag muss schneller und billiger werden, und er muss auf einer geringeren Fläche bewältigt werden können. Nur so lassen sich mit dieser Technik die mühsam erarbeiteten Marktanteile sichern. In der IUT-Probe-Anlage in Wien soll die "Funktionalität und Wirtschaftlichkeit im weltweiten Vergleich mit ähnlichen Anlagen überprüft werden", so erläutert Helmut-Klaus Schimany, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei den ÖBB den Sinn des IUT.
Ob das gelingt, muss sich erst erweisen. Die Bahn nimmt jedenfalls einen respektablen Euro-Betrag in die Hand, um die Anlage zu errichten und zu testen. Als Technologiepartner hat man die beiden österreichischen Kranbaufirmen Künz und Palfinger für das Projekt gewonnen. Auch die EU zeigt an diesem Projekt Interesse und hat bereits ein konkrete Förderungszusage gemacht, freut man sich bei den ÖBB. Schimany: "Wir sind überzeugt, dass uns hier ein Durchbruch gelingt."
Mit dem IUT will man auch gleich einen zweiten Vorteil erzielen: Weg von den Streuverkehren und hin zu Linienzügen, lautet die Philosophie im Kombi-Verkehr. Streuverkehre sind schon längst zu teuer und fressen mühsame Kosteneinsparungen in anderen Bereichen der Bahn auf. "Den Linienzügen gehört daher die Zukunft", ist Schimany überzeugt. Die Kombi-Züge fahren in Linienzugbahnhöfen ein, und die Sendungen werden nach dem Umsteigeprinzip von einem Zug auf einen anderen umgeladen. Dieser Vorgang soll in den Terminals idealerweise nicht länger als 30 min dauern. "Das ist unser Wunschziel", sagt Schimany.
IUT ist Teil des EU-Projekts "Interoperable Intermodal Horizontal Transshipment" (IN.HO.TRA) und soll dazu beitragen, an räumlichen begrenzten Standorten mehr KLV abwickeln zu können.
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