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eDex-Zwischenbilanz: eLogistics wachstumsstarker Branchenzweig des ITK-Marktes |
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Vor fast einem Jahr fiel der Startschuss zur ersten eDex-Befragung des LOG-IT-Clubs e.V.. Seitdem werden alle zwei Monate 150 Unternehmen aus der Informationslogistik- und eLogistics-Branche zu ihrer Geschäftslage, der Kosten- und Preisentwicklung und anderen wichtigen Geschäftsbereichen befragt. Aus diesem Anlass wird mit der aktuellen Befragung eine Zwischenbilanz gezogen und die Antworten mit den Ergebnissen der zurückliegenden Befragungen verglichen, die jeweils in der Fachzeitschrift "Logistik für Unternehmen" exklusiv veröffentlicht wurden.
Die bisherigen eDex-Befragungen zeigen deutlich, dass sich die Informationslogistik- und eLogistics-Branche zu einem überaus wichtigen und wachstumsstarken Bereich in der IT- und Telekommunikationsbranche (ITK) entwickelt hat. Seit Beginn der Befragung im Juni 2004 verzeichnen die teilnehmenden Unternehmen eine anhaltend gute Geschäftsentwicklung.
Abgesehen von einer kurzen Eintrübung aufgrund sinkender Geschäftserwartungen zum Ende 2004 erfährt das Geschäftsklima der eLogistics-Branche einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Die vorläufigen Ergebnisse der aktuellen Befragung lassen erkennen, dass sich der Positivtrend aber nicht in dem starken Maße fortsetzen wird wie bisher.
Stabilität in der Preisentwicklung
Die Kosten- und Preisentwicklung in der Informationslogistik- und eLogistics-Branche ist im Vergleich zur allgemeinen Transport- und Logistik-Branche geprägt durch eine starke Kontinuität. Die Mehrheit der befragten Unternehmen sah sich in der Vergangenheit kaum mit starken Kostenschwankungen konfrontiert. Dennoch fällt der Anteil derjenigen, die mit steigenden Kosten in den nächsten Monaten rechnet, nie unter 25 Prozent.
Trotz der möglicher Kostensteigerungen rechnet die Branche momentan nicht mit Preiserhöhungen. Im Gegenteil: In den vergangenen Monaten konnte sich eine Vielzahl von Kunden der befragten Unternehmen über eine Senkung der Preise freuen. Dieser Trend wird jedoch nicht fortsetzen. Bereits in der ersten Befragung des neuen Jahres rechneten 90 Prozent der Teilnehmer mit konstanten Preisen. Auch die vorläufigen Ergebnisse der März/April-Befragung lassen eine hohe Preisstabilität erkennen.
Optimismus bei den Umsätzen
Entsprechend der positiven Entwicklung der Geschäftslage wachsen die Umsätze dieser Branche. Weder in der Juli/August-Befragung 2004 noch in der Januar/Februar-Befragung 2005 sehen die Unternehmen einen Anlass, an ihrer guten Umsatzentwicklung zu zweifeln.
Zum Anfang des Jahres konnten immerhin 57 Prozent der Unternehmen auf eine Verbesserung ihrer Umsätze in den letzten sechs Monaten zurückblicken. Für das erste Halbjahr 2005 erwarten bereits 66 Prozent der eDex-Teilnehmer steigende Umsätze.
RFID wird zum wichtigen Aktionsfeld in der eLogistics-Branche
In der ersten Befragung im Juni 2004 zeigte sich, dass die Mehrzahl der Befragten (82 Prozent) davon ausgeht, dass die Barcode-Technologie und die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) noch lange nebeneinander bestehen bleiben. Ein Grund dafür ist sicherlich die Tatsache, dass der Einsatz von RFID-Systemen maßgeblich durch das Kosten/Nutzen-Verhältnis und dem Produkt bzw. dem Einsatzbereich bestimmt wird. Für die weitere Durchsetzung von RFID ist es zudem wichtig, vor allem die gewaltigen Datenmengen, die durch Auto-ID erzeugt werden können, auf das nötige Maß zu beschränken. Immerhin 18 Prozent der befragten Unternehmen waren der Auffassung, dass die Durchsetzung der RFID-Technologie das Ende des Barcodes innerhalb der nächsten zehn Jahre bedeutet.
Auch die aktuelle Sonderfrage beschäftigt sich mit dem Thema RFID. Unumstritten sind die enormen Potentiale der Technologie. So schätzen Analysten und Marktforscher, dass bis Ende 2005 ca. 10 Mrd. RFID-Tags im Umlauf sein werden. Im vorläufigen Ergebnis der März/April-Befragung 2005 wird deutlich, dass die befragten Unternehmen die RFID-Technologie insbesondere als Prozess- und Problemlöser für die Bereiche der Rückverfolgbarkeit und dem Supply Chain Event Management (SCEM) sehen. Bereits in der Juli/August-Befragung 2004 sind 96 Prozent der befragten Unternehmen der Meinung gewesen, dass SCEM - also das frühzeitige Erkennen von Ausnahmesituationen mit Hilfe von hoch entwickelten IT-Systemen - einen immer größeren Stellenwert bei den Unternehmen einnimmt.
Aber auch das Behältermanagement wird von über 40 Prozent der Unternehmen als Einsatzbereich der RFID-Technologie gesehen. Aktuelle Anwendungen aus der Industrie bestätigen diese Einschätzung. So hat die Volkswagen AG bereits im Februar damit begonnen, mit Hilfe von RFID den Bestand ihrer CKD-Transportbehälter besser zu managen. Die Transportbehälter werden für die weltweite Versorgung der Produktionswerke mit Montagefertigteilen (CKD) genutzt.
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