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Die Supply Chain jederzeit im Blick: Merck KGaA setzt auf Logistikplattform AX4 |
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Die Merck KGaA zählt zu den führenden pharmazeutisch-chemischen Unternehmen der Welt und ist mit 168 Gesellschaften in 56 Ländern tätig. Gerade diese internationale Ausrichtung stellt besondere Anforderungen an das Management der logistischen Prozesse: Eine hohe Transparenz und eine schnelle Auskunftsfähigkeit über den aktuellen Status einer Sendung ist gerade bei mehrstufigen, internationalen Supply Chains von besonderer Bedeutung. Zur Unterstützung ihres Supply Chain Managements hat sich die Merck KGaA daher im vergangenen Jahr entschieden, die Logistikplattform AX4 der AXIT AG, Frankenthal, einzusetzen. Hierüber sind heute 20 unterschiedliche internationale Supply Chains wie z.B. Kolumbien, Thailand oder USA integriert, die von fünf verschiedenen Logistikdienstleistern bedient werden.
Die Logistikplattform AX4 ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des Logistikportals der Merck KGaA, das auf der Basis von SAP vor ca. zwei Jahren aufgesetzt wurde. Ziel des Logistikportals ist u.a. die zentrale Bereitstellung logistisch relevanter Daten für alle verantwortlichen Beteiligten innerhalb der Merck-Welt. Aufwendige Recherchen sollen hiermit drastisch reduziert werden.
Im Rahmen dieses Projektes wurde AX4 als Verbindung zur "Außenwelt" der Logistikdienstleister mit dem Logistikportal von Merck verknüpft. Als unternehmensübergreifende Logistikplattform übernimmt AX4 hier eine wesentliche Rolle zur Realisierung eines einheitlichen und transparenten Datenaustausches zwischen Merck und den eingesetzten Logistikdienstleistern.
Konkret wird AX4 derzeit eingesetzt, um Lieferungen vom Werk in Darmstadt zu den weltweit verteilten Merck-Gesellschaften zu überwachen. Der Prozess beginnt bei der Übermittlung von Sendungsdaten. Anstatt 1:1-Verbindungen zu den einzelnen Logistikdienstleistern einzugehen, übermittelt Merck die Sendungsdaten zusätzlich über eine IFTMIN-Schnittstelle an AX4. Die Logistikdienstleister senden wiederum an AX4 Statusdaten zu den mit Merck vereinbarten Tracking-Punkten zurück. Hier stehen den Dienstleistern verschiedene Rückmeldemöglichkeiten zur Verfügung: via Schnittstelle oder auch via Web-Account, falls z.B. das eigene Trackingsystem die von Merck gewünschten Trackingdaten nicht automatisch liefern kann. AX4 bereitet alle Statusdaten im Merck-Vokabular auf und stellt diese zentral für das Unternehmen bereit. Über Sendungsübersichten oder auch Suchfunktionen nach Merck-individuellen Referenznummern können sich das Werk in Darmstadt wie auch die empfangenden Werke jederzeit einen Überblick zum aktuellen Status verschaffen.
Die besondere Herausforderung: Tracking mehrstufiger, internationaler Supply Chains
Da die zu verfolgenden Sendungen weite Distanzen durchlaufen, z.B. von Darmstadt nach Thailand, USA oder Kolumbien, wurden in AX4 innerhalb der gesamten Transportkette verschiedene Meilensteine definiert, zu denen Tracking-Informationen zurückfließen müssen. Auf diese Weise stellt Merck sicher, dass nicht erst bei der Ankunft im Empfangsland eine Verspätung erkannt wird, sondern frühzeitig steuernd in den Prozess eingegriffen werden kann. Die jeweilige Supply Chain, z.B. Werk Darmstadt - Werk USA, wurde daher in AX4 in Teilabschnitte unterteilt, die über Meilensteine definiert werden: z.B. Eingang Abgangshafen, Abgang Abgangshafen, Eintreffen Empfangshafen, Eintreffen beim Empfänger.
Analog zu den vereinbarten Laufzeiten mit den Logistikdienstleistern sind in AX4 Soll-Laufzeiten von Meilenstein zu Meilenstein hinterlegt. Hierin sieht Jürgen Jost, Projektleiter bei Merck, seine Hauptanforderung gewährleistet: "Auf Basis des Abholdatums und der Soll-Zeiten berechnet AX4 die voraussichtlichen Eintrefftermine der Sendungen an den Meilensteinen. Hierbei werden die verschiedenen Verkehrsträger See und Luft berücksichtigt. Anschließend gleicht AX4 automatisch die Soll-Termine mit den tatsächlich vom Logistikdienstleister zurückgemeldeten Trackingdaten ab." Die positiven oder negativen Trackingstatus visualisiert AX4 für Merck in den Farben einer Ampel; zudem sind gezielte Recherchen nach bestimmten Sendungen über Länderkennzeichen, Referenznummern etc. möglich. AX4 listet dann die komplette Statushistorie zu der gefundenen Sendung auf.
SCEM stellt frühzeitige Eingriffsmöglichkeiten sicher
Um die logistische Prozessqualität jederzeit transparent zu halten und einen optimalen Lieferservice zu bieten, setzt Merck das Supply Chain Event Management System von AX4 ein. Auf Basis eines auf die individuellen Bedarfe von Merck angepassten Regelwerkes informiert AX4 die verantwortlichen Merck-Mitarbeiter proaktiv bei Abweichungen zum Regelverlauf. Verstreicht beispielsweise der errechnete Soll-Termin zum Eintreffen der Sendung am Abgangshafen, sendet AX4 eine Warnmeldung an Merck. Das gleiche gilt für verspätet eingetroffene Sendungen. Im Falle einer Benachrichtigung kann sich der entsprechende Merck-Mitarbeiter über die Logistikplattform in AX4 einloggen und sich die bisherige Sendungshistorie sowie alle damit verbundenen Informationen wie Logistikdienstleister, Empfänger, geplantes Zustelldatum etc. zu diesem Vorgang aufrufen.
Der Vorteil für Merck KGaA in Darmstadt und die 20 angebundenen weltweit verteilten Werke liegt für Klaus Erhardt, Abteilungsleiter Process Improvement, auf der Hand: "Neben dem einfachen, automatischen Datenaustausch mit unseren Logistikdienstleistern sind die mehrstufigen, internationalen Transporte nun transparent und jederzeit nachvollziehbar. Merck ist damit in der Lage, früher als zuvor in die Transportprozesse einzugreifen und damit auch den Lieferservice permanent zu verbessern." Die rechtzeitige Reaktionsmöglichkeit spart zudem Kosten und Zeit im Vergleich zu aufwendigen Feuerwehreinsätze in letzter Minute. Da viele mit dem Vorgang verbundenen Sendungsdaten dem Merck-Mitarbeiter über AX4 zugänglich sind, spart er sich zudem aufwendige Recherchen zur Beschaffung von erforderlichen Informationen.
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