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eDex August/September 2004: Zwei Drittel der eLogistik-Unternehmen erwarten Umsatzsteigerung |
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Die positive Einschätzung der Geschäftslage in der eLogistik-Branche hält auch in der zweiten eDex-Befragung an. Jedes dritte Unternehmen bezeichnet die derzeitige Lage als saisonal gut und über 70 Prozent der befragten Unternehmen erwarten eine positive Entwicklung der Geschäftslage in den nächsten Monaten. Trotz der erwarteten Kostensteigerung im vergangenen Befragungszeitraum, erreichte jedes siebte Unternehmen eine Reduzierung der Kosten. Obwohl die am Markt zu erzielenden Preise bei der Mehrzahl der Unternehmen stabil bleiben, realisiert fast jedes Dritte Unternehmen einen saisonal guten Umsatz. Zwei Drittel der befragten Unternehmen erwarten auch zukünftig eine Steigerung ihres Umsatzes.
Auf steigende Marktanforderungen reagieren die Unternehmen der eLogistik-Branche beispielsweise mit durchgängigen eCommerce-Lösungen. Das Leistungsspektrum umfasst dabei sowohl die Konzeption, als auch die Realisation von Online-Shopping-Systemen. Die Anbindung von Warenwirtschaftssystemen gehört genauso dazu wie Bezahlverfahren, Logistiksysteme und After-Sales Services. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Leistungsvielfalt der einzelnen Unternehmen wieder. In fast 90 Prozent der Unternehmen wird sich das Leistungsspektrum in Verlauf des nächsten Jahres erhöhen. Eine zunehmende Bedeutung besitzt dabei das Supply Chain Event Management.
Zuversichtlicher Blick in die Zukunft
Die derzeitige Geschäftslage wird von jedem Dritten der befragten Unternehmen als saisonal gut bezeichnet. Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber der letzten Befragung im Juni/Juli von 9 Prozentpunkten. Der Anteil der Unternehmen mit einer schlechteren geschäftlichen Lage hat sich von 9 Prozent auf 7 Prozent reduziert. Die positiven Erwartungen der Branche zur zukünftigen Entwicklung setzen sich weiter fort: Waren in der vergangenen Befragung 45 Prozent der Unternehmen der Überzeugung, dass sich die geschäftliche Situation in den nächsten vier Monaten verbessern würde, so sind es in diesem Befragungszeitraum bereits 71 Prozent der Befragten. Nur 4 Prozent der teilnehmenden Unternehmen vermuten, dass sich ihre Geschäftslage in den nächsten Monaten verschlechtern wird.
Realisierte Kostensenkungen bei stabilem Preisniveau und deutlichem Umsatzwachstum
Was in der Logistikbranche seit Monaten nicht gelingt, kann die eLogistik-Branche dem Anschein nach umsetzen: In den letzten zwei Monaten realisierte jedes siebte Unternehmen eine Senkung seiner Kosten. Das Ergebnis zeigt, dass die zuversichtlichen Einschätzungen aus der Juni/Juli-Befragung von den Unternehmen auch umgesetzt werden konnten. 18 Prozent der Befragten gingen davon aus, dass die Kosten in den nächsten Monaten singen werden. Gegenwärtig erwarten nur noch 7 Prozent der befragten Unternehmen eine Senkung ihrer Kosten.
Wie im vergangenen Befragungszeitraum realisiert auch in der aktuellen Umfrage keines der teilnehmenden Unternehmen eine Preiserhöhung. Bei 78 Prozent der Befragten bleiben die Preise konstant. Auch zukünftig ist keine deutliche Veränderung auf dem Markt zu erwarten: Jedes neunte befragte Unternehmen geht sowohl von einer Preissteigerung als auch von einer Preissenkung aus. Fast 80 Prozent der Befragten rechnet mit gleich bleibenden Preisen.
Von den befragten Unternehmen erreichten 44 Prozent eine Erhöhung ihrer Umsätze in den letzen zwei Monaten. Bei weiteren 41 Prozent der Teilnehmer hat sich der Umsatz nicht verändert. Aktuell bezeichnet fast jedes Dritte Unternehmen seine derzeitige Umsatzsituation als saisonal gut. Hohe Erwartungen haben die Unternehmen in die zukünftige Umsatzentwicklung. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen rechnet mit einer Umsatzsteigerung. Dass der Umsatz in den nächsten Monaten zurückgehen könnte, damit kalkuliert keiner der Befragten.
Unternehmen reagieren auf Marktanforderungen mit breiterem Leistungsspektrum
Bei der Mehrzahl der befragten Unternehmen aus der eLogistik-Branche ist eine Zunahme in der Vielfalt angebotener Leistungen zu beobachten. Über 80 Prozent haben ihr Angebotsspektrum im zurückliegenden Jahr erhöht. 18 Prozent verzeichnen keine Erweiterung des Leistungsportfolios. Der Ausbau der Leistungsvielfalt wird sich auch weiter fortsetzten. Fast 90 Prozent der teilnehmenden Unternehmen geben an, dass sich das Leistungsspektrum in ihrem Unternehmen im Verlauf des nächsten Jahres erhöhen wird.
Transport- und Logistikbranche weist Schwachstellen in der IT-Sicherheit auf
Beim Aufbau Internet basierender Geschäftsmodelle (bspw. Einführung vernetzter Logistik) ist die Etablierung stabiler und verifizierbarer Sicherheitskonzepte unumgänglich. Nicht nur, dass der Gesetzgeber mittlerweile ein Management der Netzwerksicherheit fordert, der Fortbestand einer Unternehmung hängt ganz entscheidend von der Wahrung von Unternehmensgeheimnissen (z.B. Kundendaten) ab. Das IT-Sicherheitsbewusstsein der Kunden aus der Transport- und Logistikbranche ist laut 85 Prozent der befragten Unternehmen jedoch nicht im nötigen Maße ausgeprägt. 91 Prozent der Befragten bezeichnen dies als wichtig für ihr Unternehmen. Im Vergleich zu anderen Branchen sind Gefährdungsanalysen oder die Erstellung fertiger Konzepte zur Absicherung von IT-Schwachstellen unterrepräsentiert.
Wachstumsmotor Supply Chain Event Management
Der extreme Fortschritt in den I&K-Technologien hat durch die tief greifenden Veränderungen, die bei internen und externen Geschäftsvorgängen hervorgerufen wurden, einen Wandel des Supply Chain Management (SCM) verursacht. Nach dem "Supply-Chain-Management" nimmt nach Meinung von 96 Prozent der befragten Unternehmen das "Supply Chain Event Management (SCEM)" - also das frühzeitige Erkennen von Ausnahmesituationen mit Hilfe von hoch entwickelten IT-Systemen - einen immer größeren Stellenwert bei den Unternehmen ein. Das frühzeitige Erkennen von Aus-nahmesituationen erweitert die Handlungsspielräume bei der Bewältigung logistischer Aufgaben. Dieses führt neben einer Aufwandsreduzierung bei der Bearbeitung von Ausnahmesituationen auch zu besseren Informationsflüssen. In Angesicht der Tatsache, dass sich SCEM-Funktionalitäten zu einem festen Bestandteil des breiter gestreuten SCM-Anwendungsmarktes entwickeln, werden laut einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan die Umsatzzahlen für europäische SCEM-Lizenzierungen von derzeit 8,5 Mio. Euro (2002) auf voraussichtlich 120 Mio. Euro (2007) ansteigen. Dementsprechend bewerten 95 Prozent der befragten Unternehmen diese Entwicklung als wichtig für ihr Unternehmen.
(Mehr Artikel von Logistik für Unternehmen )
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